Inzlingen Die SVI-Mitglieder haben das Wort

Die Oberbadische
Dicht an dicht: Die SVI-Halle stand, wie man auch heute noch sehr gut erkennen kann, historisch bedingt sehr nah an der benachbarten Wohnbebauung. Foto: Heinz Vollmar

Dass die Anfang Februar 2020 abgebrannte Halle des Sportvereins Inzlingen (SVI) wiederaufgebaut werden soll, ist soweit Konsens. Nach wie vor ungeklärt ist aber die Frage nach dem Standort. Darüber sollen die Mitglieder des Vereins am 20. November befinden.

Von Heinz Vollmar

Inzlingen. In der öffentlichen Sitzung des Inzlinger Gemeinderats ging es am Dienstag zunächst um eine Bauvoranfrage für die Halle. Damit soll abgeklärt werden, ob der Mindestabstand zu einem Nachbargrundstück am bisherigen Standort im „Horland“ unterschritten werden könnte. Hintergrund ist, dass die frühere SVI-Halle während der Jahrzehnte ihres Bestehens eben diesen Abstand zum Nachbargrundstück nicht eingehalten hatte.

Baurechtsbehörde will keine Ausnahme machen

In einer entsprechenden Vorlage der Baurechtsbehörde heißt es dazu, dass bei einem Neubau hierfür keine Ausnahme in Aussicht gestellt werden könne. Es wäre daher entweder eine Abstandsflächenbaulast im Rahmen eines Bauantragsverfahrens vorzulegen oder aber die Planung entsprechend anzupassen, sodass die Flächen auf dem eigenen Grundstück nachgewiesen werden könnten.

Dass es beim entsprechenden Tagesordnungspunkt lediglich um eine minimale Abstandsfläche von wenigen Zentimetern geht, verwunderte etliche der zahlreich erschienenen SVI-Mitglieder. manche vermuteten „mehr“ hinter der zu behandelnden Bauvoranfrage, schließlich sollte es laut Tagesordnung um den Wiederaufbau der abgebrannten Sport- und Mehrzweckhalle gehen. Einige SVI-Mitglieder sprachen daher auch von „Peanuts“, die man in der weiteren Planung leicht korrigieren könne. Dass die Nachbarschaftsbeteiligung derzeit durchgeführt wird, teilte die Vorlage der Baurechtsbehörde ebenfalls mit.

Für den SVI teilte Katrin Baldrich auf Nachfrage mit, dass die Mitglieder des Vereins erst am 20. November überhaupt darüber abstimmen sollen, wo die Halle gegebenenfalls wiederaufgebaut werde. Bisher war neben dem bisherigen Standort „Horland“ auch noch eine Fläche neben der Erstelhalle im Gespräch. Ob überhaupt gebaut werden kann, hänge jedoch im Wesentlichen von den Finanzen ab, sagte die Moderatorin des Bauausschusses des SVI. Baldrich äußerte sich zuversichtlich, dass die Planungen für eine neue Halle so abänderbar sind, dass kein Nachbargrundstück mehr betroffen wäre.

Neben der Mitgliederabstimmung müsse es dann aber auch darum gehen, mit den Nachbarn zu sprechen, denn ein möglicher Wiederaufbau der Halle im „Horland“ ist bei einigen Angrenzern offenbar umstritten.

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