Inzlingen Einfach mal wieder schön

Heinz Peter Schmitz (rechts) am Keyboard und seine Ad-Hoc-Band begeisterten an der Inzlinger Pfarrschüre mit ihrer Benefiz-Jazzsession zugunsten von „Ashankur“ . Foto: Manfred Herbertz

Die Menschen sehnen sich nach Begegnung und Unterhaltung. Das wurde einmal mehr am Freitagabend vor der Inzlinger Pfarrschüre deutlich. Die Gruppe „Ashankur – Samenkorn der Hoffnung“ hatte zum Benefizkonzert, zu einer unterhaltsamen Jazz-Session eingeladen, und die Bänke waren gut besetzt an diesen lauen Sommerabend, den Bandleader Heinz-Peter (H.P.) Schmitz mit ein paar humorvollen Worten eröffnete.

Inzlingen (mh). Schmitz ist in Inzlingen ein gern gesehener Gast und hat dort über Jahre etliche Konzerte mit seinem Sextett gegeben, das sich dem Jazz und Blues verschrieben hatte. Die Band hat sich aber inzwischen aufgelöst, daher hatte Keyboarder H.P. Schmitz neben einigen alten Weggefährten wie Drummer Hanno Saltenberger und Bassist Rolf Riess einige bekannte Musiker zu einer Jazz-Session eingeladen. Mit von der Partie waren die Sängerin Natascha Austel sowie Steffi Klein (Trompete, Ophikleide). Die Ophikleide, ein tieftönendes Blechblasinstrument, gilt als Vorgänger von Tuba und Euphonium.

Die Besetzung des Abends ergänzten Isabelle Leiterer (Violine) sowie Christian Leiterer (Alt-Sax) und der Trompeter Oskar Szentenberg. Das Ensemble in wechselnden Besetzungen brachte Jazzgrößen wie Herby Hancock und Duke Ellington zu Gehör. Dazu kam Charlie Parkers „Now’s the Time“, eine in der Bebopszene populäre wie legendäre Jam-Se­ssion-Nummer. Ebenso war weniger Bekanntes dabei wie „Equinox“ von John Coltrane sowie der wunderschöne Song aus „Orpheo Negro“, vorgetragen von Natascha Austel. Authentisch der Bass und das Schlagzeug, die Rhythmus vorgaben, und die Bläsersektion steuerte perlende Improvisationen bei.

Hilfe für Ashankur statt für Mattampally

Viele Monate lang hatte die Gruppe „Ashankur“, die von Judith Dumas geleitet wird, darauf gewartet, wieder eine Veranstaltung durchzuführen. So sei man froh gewesen, diesen Jazzabend durchführen zu können. „Wenn was geht, muss man es sofort machen“, sagte Ingrid Schell, für die Öffentlichkeitsarbeit der Gruppe zuständig. In „normalen Jahren“ würden vier Projekte durchgeführt, so Schell, jetzt sei man über dieses eine schon froh.

Ashankur ist ein Trainingszentrum für Mädchen und Frauen in Indien und soll ihnen eine neue Perspektive geben. „Denn indische Frauen, vor allem auf dem Land, haben meist ein schweres Schicksal“, wie Schwester Prisca, Leiterin des von Jesuiten betreuten Ashankur, in einem Brief mitteilen ließ.

Die Gruppe freut sich, dass sie nun dieses Projekt unterstützt, denn die „Brücke nach Mattampally“ sei aus unerklärlichen Gründen abgebrochen, sagte Schell. „Wir hatten leider keinen Kontakt mehr und auch keine Rechenschaftsberichte über die Verwendung unserer Spenden.“ Daher habe man sich dazu entschlossen, nun in Ashankur Hilfestellung zu leisten, hielt Schell fest.

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