Inzlingen - Die Einwohner der Wasserschlossgemeinde dürfen sich freuen: In seiner jüngsten Sitzung am Dienstag hat der Inzlinger Gemeinderat einstimmig eine Gebührenanpassung für den Wasserpreis beschlossen. Das Positive ist: Die Gebühr für Abwasser und Niederschlagswasser wird gesenkt. Und dies rückwirkend zum 1. Januar. Am Bezugspreis für Frischwasser wird nicht gerüttelt. Für die Bürger sinkt also die Abgabenlast.

Für einen Kubikmeter Frischwasser sind nach wie vor 2,55 Euro fällig. Die Schmutzwassergebühr wird um sechs Cent auf 2,55 Euro pro Kubikmeter und die Niederschlagswassergebühr um vier Cent auf 0,57 Euro pro Quadratmeter versiegelter Fläche gesenkt.

Wie Bürgermeister Marco Muchenberger erklärte, müssen in die Gebührenkalkulation Verluste beziehungsweise Gewinne der vergangenen Jahre miteinbezogen werden. Diese seien dann innerhalb von fünf Jahren auszugleichen. Da die Gemeinde sowohl bei den Abwassergebühren als auch beim Niederschlagswasser im Jahr 2014 Überschüsse erzielt hatte, wurden diese nun in die neue Gebührensatzung eingearbeitet und die Gebühren entsprechend nach unten angepasst.

Rechnungsamtsleiterin Dorothee Schottmüller stellte im Gremium das Zahlenwerk vor. Bei der Gebührenberechnung, die aufgrund der Kalkulation durch den Betreiber BN Netze erfolgte, ist die Gemeinde für das laufende Jahr von einer gebührenpflichtigen Trinkwassermenge von 108 000 Kubikmetern ausgegangen. Abhängig davon wird auch der Abwasserpreis berechnet. Die Niederschlagsgebühr wird hingegen aus der versiegelten Fläche errechnet. Dabei wird der Straßenanteil herausgerechnet.

Gemeinderat Thilo Glatzel (SPD) wollte wissen, wie angesichts des vergangenen trockenen und heißen Sommers denn der Trend beim Wasserverbrauch aussieht. Schottmüller erläuterte, dass sich im Vergleich zu den Vorjahren kaum etwas verändert habe, so dass man von validen Berechnungen ausgehe.