Inzlingen Gemeinde Inzlingen muss „Seidenhof“ selbst fertig erschließen

Die Oberbadische
Im Inzlinger „Seidenhof“ sind noch Restarbeiten zu erledigen. Foto: Manfred Herbertz Foto: Die Oberbadische

Inzlingen (mh). Die Planungs- und Projektentwicklungsgesellschaft Dr. Eisele (PPE) mit Sitz in Rottenburg hat Insolvenz beantragt. Dies gab Bürgermeister Marco Muchenberger bei der jüngsten Sitzung des Gemeinderats am Dienstag bekannt. PPE hatte in Inzlingen das ehemalige Muchenberger-Areal, den so genannten Seidenhof, erworben, und nach der Erschließung vermarktet.

Erschließung fast vollendet

Die Erschließung des Areals sei weitgehend abgeschlossen, die Bebauung auch vorangeschritten, berichtete Bürgermeister Muchenberger im Rat. Einige Arbeiten würden aber noch ausstehen. So fehle unter andern noch die Feindecke im Erschließungsgebiet. Zudem seien Verkehrszeichen nicht angebracht. Muchenberger schätzt, dass für die Arbeiten noch rund 19 000 Euro aufgewendet werden müssten. Man habe den Erschließungsträger mit einer Fristsetzung aufgefordert, die fehlenden Arbeiten noch zu erledigen. Fast zeitgleich mit dem Ablauf der Fristsetzung sei aber der Insolvenzantrag gestellt worden.

Der Insolvenzverwalter habe inzwischen die Forderung der Gemeinde zurückgewiesen, führte Muchenberger aus. Daher werde zunächst die Gemeinde einspringen und die Mittel für die restlichen Erschließungsarbeiten aufbringen müssen. Man sei dabei, entsprechende Angebote einzuholen und habe die Forderungen beim Insolvenzverwalter angemeldet. Dies ist Dr. Holger Leichtle, Fachanwalt für Insolvenzrecht in Stuttgart. Der Insolvenzbeschluss PPE wurde vom Amtsgericht Tübingen erlassen.

PPE betreibt Flächenrevitalisierung „aus einer Hand“ mit dem „Blick fürs Ganze“ so der Anspruch von Dr. Eisele. PPE hatte vor einigen Jahren auch mit Erfolg das Gebiet „Auf Eggen“ in Lörrach-Stetten rekultiviert und einer hochwertigen Nutzung zugeführt.

Die Reaktivierung des Inzlinger Areals mit einer Fläche von knapp 8000 Quadratmetern und zusätzlicher Umnutzung von rund 1300 Quadratmetern angrenzender Fläche, stellte eine große Chance zur städtebaulichen Innenentwicklung dar. Es entstand dort ein Wohngebiet für Einfamilienhäuser mit 15 Grundstücken. Diese waren gefragt und relativ schnell veräußert.

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