Inzlingen Kostensteigerung im sechsstelligen Bereich erwartet

Tim Nagengast
Die Buttenberg-Schule soll ab nächstem Sommer komplett saniert werden. Foto: Tim Nagengast

Von Tim Nagengast

Inzlingen. Für die geplante Vollsanierung der Buttenberg-Schule muss die Gemeinde Inzlingen viel tiefer in die Tasche greifen als gedacht. Grund dafür sind – neben enormen Preissteigerungen in einigen Segmenten – geringer ausfallende Zuschüsse als zunächst kalkuliert. Die noch im vergangenen Herbst errechneten Gesamtkosten von 2,1 Millionen Euro sind daher Makulatur. Zum jetzigen Zeitpunkt müsse man von rund 2,75 Millionen Euro ausgehen, rechnete Architekt Stefan Held am Dienstagabend im Gemeinderat vor. Abzüglich der Zuschüsse werde die Gemeinde Inzlingen knapp 1,62 Millionen Euro selbst stemmen müssen. Das Gremium stimmte der vorgelegten Entwurfsplanung erst nach einer intensiven Debatte mehrheitlich zu.

Beginn im Hauptgebäude

Die im Rat verabschiedete Entwurfsplanung hat im Vergleich zu ein paar Varianten jedoch einige Federn gelassen, um den Kostensteigerungen entgegenzuwirken. Unter anderem wird der vorgesehene Aufzug nun doch nicht gebaut, und auch der Verwaltungsbereich soll reduzierter ausfallen. Ansonsten wird das Innere der Inzlinger Grundschule sich nahezu komplett verändern.

Im ersten Schritt kommt das Hauptgebäude – also das direkt an der Sonnhalde – an die Reihe, in einem zweiten Schritt dann das untere Schulhaus. In diesem soll während der Umbauarbeiten eine Interimslösung geschaffen werden – inklusive Containern, an deren möglichen Standorten sich im Gemeinderat allerdings noch die Geister schieden. Schließlich werde auf dem Areal gearbeitet, und es kämen auch Maschinen zum Einsatz. Einige Ratsmitglieder äußerten deshalb Sorge um die Sicherheit der Kinder. Hier besteht offenkundig noch Diskussionsbedarf. Am Ende ging das Gremium aber mehrheitlich mit. Im kommenden Sommer sollen die Bauarbeiten beginnen.

Reaktionen im Ratsrund

Die finanziellen Dimensionen der Baumaßnahme stellte Bürgermeisterstellvertreter Karl Fisch heraus, der die Ratssitzung leitete. Er konnte sich nach eigenem Bekunden nicht daran erinnern, in den ganzen Jahren als Ratsmitglied eine derart hohe Summe gesehen zu haben, die die Gemeinde Inzlingen selbst schultern müsse. „Diese 1,6 Millionen Euro werden uns wohl noch lange begleiten“, erwartete auch Michael Kramer. Vicky Cukor-Braun fand die Planung zwar „in Ordnung“, bat aber darum, die Barrierefreiheit nicht aus den Augen zu verlieren und diese eventuell in einem weiteren Schritt in der Zukunft doch noch herzustellen.

Thomas Kunzelmann sah die hohen Kosten eher relativ, „denn wir haben uns viele Gedanken gemacht. Zudem ist jahrzehntelang nichts gemacht worden“. Dies wirke sich nun eben aus. Außerdem rüste sich die Gemeinde Inzlingen mit einer modern und zeitgemäß sanierten Schule für die Zeit, wenn ein Ganztagsbetrieb zum Standard werde, hielt Kunzelmann fest.

„Diese hohe Summe kommt nur einmal. Und im Gegensatz zu vielen anderen Sachen – wie etwa den ganzen Straßen – besteht hier ein sehr hoher Nutzen“, sagte Ratsmitglied Thilo Glatzel.

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