Inzlingen Landschaftsschutz ist kein Problem

Der Gemeinderat macht den Weg in die Zukunft frei: Neben der Möglichkeit, zwei Bauwagen für einen Waldkindergarten im Ersteltal zwischen Erstelhalle und Tennisplätzen aufzustellen, soll auch ein Baufenster für einen Anbau einer Gymnastikhalle an die bestehende Halle mit aufgenommen werden.Foto: Manfred Herbertz Foto: Die Oberbadische

Inzlingen (mh). Mit der dritten Änderung des Bebauungsplanes „Bützmatt-Tal“ im Bereich des geplanten Waldkindergartens und der Erstelhalle befasste sich der Inzlinger Gemeinderat in seiner jüngsten Sitzung. Das Gremium beschäftigte sich zunächst mit im Rahmen der frühzeitigen Beteiligung eingegangenen Stellungnahmen. Dazu war Stephan Färber von der Stadtbau Lörrach gekommen, um die Stellungnahmen im Rat zu erläutern. Im Anschluss daran beschloss der Rat die Offenlage gemäß den Vorgaben des Baugesetzbuches.

Voraussetzung für den Waldkindergarten

Bekanntlich benötigt die Gemeinde Inzlingen dringend zusätzliche Kindergartenplätze. Um auch thematisch ein breites Angebot zu schaffen, sollte daher ein Waldkindergarten entstehen. Zunächst hatte man zwei Standorte für den Bauwagen des Waldkindergartens in Augenschein genommen (wir berichteten).

Nun hat sich eine Variante – nämlich den Bauwagen im vorderen Bereich in der Nähe der Erstelhalle zu erstellen – als einfacher zu realisieren herausgestellt. So soll der Außenbereich des Waldkindergartens im Gemeindewald auf Flurstück 1673 auf Höhe der Tennisplätze im Ersteltal entstehen. Der Wald hier sei zwar als Landschaftsschutzgebiet ausgewiesen, dennoch hätten die Stellungnahmen der Behörden keine größeren Bedenken gegen die Nutzung des Areals als Waldkindergarten ergeben. Jetzt sollen zwei Baufenster ausgewiesen werden, um später die Möglichkeit zu haben, dort bei Bedarf eventuell einen zweiten Bauwagen aufstellen zu können.

Bei der neuen SVI-Halle drängt langsam die Zeit

Ein zweiter Punkt, auf den Färber einging, ist die Tatsache, dass der Sportverein Inzlingen (SVI) noch auf der Suche nach einem geeigneten Gelände für den Neubau seiner abgebrannten Vereinshalle ist. Hier dränge die Zeit, um die Versicherungsleistung noch in Anspruch nehmen zu können.

Die Gemeinde hält neben einem Wiederaufbau an alter Stelle auch einen Neubau im Erstel für denkbar. Deshalb sollten dort die planungsrechtlichen Möglichkeiten für einen Neubau geschaffen werden. Außerdem sollte dabei auch ein Anbau einer Gymnastikhalle an die Erstelhalle mit ins Auge gefasst werden.

Sollte sich der SVI jedoch für einen anderen Standort entscheiden, könne die Erweiterung des Plangebietes als Reservefläche der Gemeinde und weiterer Vereine im Dorf dienen.

Hauptsächlich dreht sich die Beratung über einen möglichen Anbau einer Gymnastikhalle an die Erstelhalle. Hier wurde eingewandt, dass eine bauliche Ergänzung mit einem erheblichen Anstieg an Verkehr verbunden sei, dem die aktuelle Parkplatzsituation nicht gewachsen wäre. Zudem wurde befürchtet, dass es zu einem Anstieg des Verkehrslärms komme. Tilo Glatzel wollte dazu noch wissen, ob man neue Parkplätze ausweisen müsste, wenn die Gemeinde einen Anbau an der Halle errichtet, oder ob die Zahl der vorhandenen Plätze ausreiche. Nach Auffassung von Färber reichen die vorhandenen Stellflächen aus.

Bei drei Enthaltungen stimmte der Rat der Offenlage der Bebauungsplanänderung zu.

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