Inzlingen Mehr Chancen für Kinder in Nepal

Die Oberbadische
Besonders für bedürftige Kinder in Nepal engagiert sich der Verein. Foto: zVg

Der Verein Nepal-Inzlingen, Hilfe für Kinder, unterstützt nachhaltige Projekte und Menschen in Not im Himalaja-Gebiet. Über die Situation vor Ort und die Hilfsaktionen folgt ein Überblick.

I nzlingen. Detailliert informiert Klaus Bender vom Verein über die herausfordernde Lage in Nepal, wo sich der Verein engagiert.

Kindergarten

Trotz der Corona-bedingten Einschränkungen und des starken Monsuns wurde das Kindergartengebäude für die beiden Dalit-Dörfer, Khajuriswyuara und Damaichhap, fertiggestellt. Damit haben die 30 Kinder der beiden Dörfer erstmals Zugang zu einer kindgerechten Bildung und Erziehung. Sie werden von einer erfahrenen Lehrerin betreut und unterrichtet. Der Kindergartenbetrieb wurde Ende September 2021 aufgenommen. „So ist ein sehr wichtiger Meilenstein des Projekts erreicht“, schreibt Klaus Bender.

Der Kindergarten hat sanitäre Einrichtungen und fließendes, sauberes Wasser, das nun gleichzeitig von den Dorfbewohnern benutzt wird; dies wird dazu beitragen, die Gesundheit aller Bewohner zu verbessern, so der Verein.

Die Dalits, früher die Unberührbaren, sind in Nepal immer noch weitverbreiteter Diskriminierung ausgesetzt, heißt es in dem Schreiben.   Sie werden unter anderem ausgeschlossen von Gebetsstätten, öffentlichen Räumen, Wasser- und Lebensmittelversorgung, Bildungseinrichtungen und generell von Wohngebieten.

Soforthilfen

Von Juni bis Oktober 2021 wurden in dem Gemeindegebiet von Netrawati Dabjong verschiedene Soforthilfeaktionen des nepalischen Vereins-Partners Integrated Community Development Campaign (ICDC) durchgeführt. Viele Menschen gerieten in besondere Notlagen wegen Corona und der damit verbundenen Restriktionen (Ausfall des Einkommens), und auch wegen des heftigen Monsuns. Es wurden Lebensmittel und Hygiene-Kits an bedürftige Familien und Einzelpersonen verteilt. Zusätzlich wurden Matten, Zeltplanen und Decken verteilt an 20 bedürftige Familien.

Corona-Hilfe

Die Gemeinde Netrawati Dabjong war ein Hot-Spot für Corona-Infektionen während der zweiten Infektionswelle. Es gibt eine Gesundheitsstation, die für etwa 800 Familien zuständig ist. Dem Leiter der Gesundheitsstation, Suman Shresta, wurden von ICDC-Vertretern Oximeter, ein Wasserfilter-Set, Masken, Schutzhandschuhe, Desinfektionsmittel und zwei Krankenbetten übergeben.

Insgesamt wurden 400 psychosoziale Beratungen für Menschen, die wegen Corona isoliert waren, durchgeführt. Die Aufklärung über die Coronasymptomatik und die Übertragbarkeit standen im Mittelpunkt der Beratungen.  „Viele dieser Menschen haben ihre große Dankbarkeit zum Ausdruck gebracht“, schreibt Bender.

Dies alles sei der Unterstützung durch die Schmitz-Stiftungen, der Schöck-Familien-Stiftung, der Gemeinde Netrawati-Dabjong-4 (Nepal) und den Spenden für den Verein Nepal-Inzlingen zu verdanken, heißt es. Der große Einsatz des Nepalischen Partners Integrated Community Development Campaign (ICDC), der für die Umsetzungen der Projekte in Dhading verantwortlich ist, könne nicht genug gewürdigt werden.

Patenkinder

Den zehn Patenkindern, denen die Pateneltern den Besuch guter Schulen ermöglichen und die von der Moraviangemeinde betreut werden, geht es in der Coronasituation recht gut.

In den vergangenen Wochen haben Schulen zunehmend mit Präsenz-Unterricht begonnen. Online-Unterricht ist hier keine Option, schreibt der Verein.

Der Betrieb des Kinderhortes in Khokana wurde wieder aufgenommen. „Wir hoffen, dass sich der Alltag im Kinderhort mit einer größeren Anzahl von bedürftigen Kleinkindern bald wieder einstellt.“

Die Soforthilfeaktionen, die Verteilung von Lebensmitteln und Hygieneartikeln für rund 30 Familien, wurde abgeschlossen, so die Bilanz.

Der Verein bittet indes um weitere Spenden, „damit wir auch in Zukunft die Projektvorhaben realisieren können.“ Die nächsten Projekte werden bereits geplant. Angedacht sind die Erstellung von sanitären Einrichtungen in den Gemeinden Khajuriswyuara und Damaichhap zusammen mit Hygieneschulungen und Projekte zur Generierung von Einkommen für die Dorfbewohner und auch für Bedürfnisse der Kinder. Betont wird: „Die Spenden kommen in voller Höhe bei den Projekten in Nepal an. Alle Mitglieder des Vereins Nepal-Inzlingen, Hilfe für Kinder arbeiten ehrenamtlich.“

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