Inzlingen Nur am Kunstrasen scheiden sich die Geister

Der Außenbereich des Kindergarten St. Elisabeth soll umgestaltet werden. Foto: Manfred Herbertz

Inzlingen - Der Außenbereich des Kindergartens St. Elisabeth in Inzlingen soll neu gestaltet werden. Dafür hat der Gemeinderat am Dienstagabend einen Gesamtkostenrahmen von 100 000 Euro festgelegt. Bauchgrimmen bereitete den Ratsmitgliedern, dass im Außenbereich eine Kunstrasenfläche angelegt werden soll. Gesucht werden sollen Alternativen.

Der Rat hatte bereits im vergangenen Jahr auf Initiative der SPD-Fraktion gefordert, ein Gesamtsanierungskonzept für den Kindergarten aufzustellen. Fraktionssprecher Urs Westermann sagte, es sei gut, jetzt Klarheit zu haben über die anstehende Sanierung.

Insgesamt begrüßte der Rat das Konzept der Neugestaltung, das eine Überarbeitung des Sicherheitskonzeptes einschließt. Die Planung – mit Ausnahme des Kunstrasens – stieß auf einhellige Zustimmung. Kindergartenleiterin Ina Hugenschmid präsentierte den Ratsmitgliedern die Pläne. Dabei wird die Ausführung in zwei Teile – Süd- und Nordhang – gegliedert.

Weitgehend unproblematisch wird die Gestaltung des Nordhangs ausfallen. Dort ist geplant, auf einer bisherigen Brachfläche einen Spielbereich für die Kinder der Krippengruppe (U3) einzurichten. Diese sollen einen eigenen Bereich erhalten, der von dem für die älteren Kinder etwas abgegrenzt ist.

Sicherheitsanforderungen gerecht werden

Diese Planung, die mit einer Firma aus Freiburg erstellt wurde, entspreche auch den Vorstellungen des Kindergartens, sagte Hugenschmid. Auch wird der Krippenteil einen neuen Fluchtweg bekommen, um den Sicherheitsanforderungen gerecht zu werden.

Weiter wurde aufgrund einer Brandschutzbegehung festgestellt, dass einige weitere Maßnahmen zur Erhöhung der Sicherheit nötig seien. So müssen die elektrisch betriebenen Jalousien zusätzlich mit Handkurbeln ergänzt werden, um die Rettungswege im Falle eines Stromausfalls manuell über die Fenster öffnen zu können.

Auch am Südhang sind Verbesserungen angedacht: So soll unter anderem der Sandkasten erweitert, und der Hartplatz im vorderen Bereich, der als Bolzplatz dient, soll mit einem Kunstrasen beschichtet werden.

Die geplanten Verbesserungen stießen weitgehend auf einmütige Zustimmung, jedoch der Kunstrasen stieß auf Widerspruch. Thilo Glatzel brachte den Stein ins Rollen. Kunstrasen sei nicht unproblematisch, sagte er. Man vermute, dass in Kunststoffen krebserregende Stoffe enthalten sein könnten. Glatzel fragte, ob der Lehmboden im dortigen Bereich so schlecht sei, dass man Kunstrasen legen müsse. Er wollte ein mögliches Risiko, das von Kunststoffen, komplett ausschließen und empfahl, dieses noch einmal grundsätzlich zu überdenken.

Bernhard Neth-Schell (fraktionslos) sagte, man brauche eine Spielfläche, die bei jedem Wetter nutzbar sei. Aber auch forderte Alternativen für den Kunstrasen: „Der bereitet mir arges Bauchweh.“

Vicky Cukor-Braun fand die Planung toll. Beim Kunstrasen müsse sie auf die Fachleute vertrauen, sagte die CDU-Ratsfrau. Wichtig aber sei, dass der Platz uneingeschränkt und risikofrei benutzt werde könne.

Isabel Schlosser vom Förderverein freute sich über das gelungene Konzept, das jetzt bald umgesetzt werden soll.

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