Inzlingen Reguläres Personal ist kaum zu finden

Der Kindergarten St. Elisabeth klagt über Personalnot. Der Gemeinderat hat zusätzliche Stellen bewilligt. Um Personal zu bekommen, geht man ungewöhnliche Wege; so wird in Spanien Fachpersonal rekrutiert.Foto: Manfred Herbertz Foto: Die Oberbadische

Inzlingen (mh). Soziale Berufe beziehungsweise Einrichtungen leiden seit Jahren unter Fachkräftemangel. Auch Kindergartenträger können ein Lied davon singen. Denn es gibt inzwischen kaum eine Einrichtung zur Kinderbetreuung, die nicht unter Personalmangel leidet. So ist auch die Personalsituation in der Kindertagesstätte St. Elisabeth in Inzlingen sehr angespannt.

Die Rekrutierung von pädagogischen Fachkräften werde schwieriger, sagte Bürgermeister Marco Muchenberger, und auch die Fluktuation unter den Mitarbeitern sei hoch. Das gebe Grund zur Sorge, sagte der Verwaltungschef in der jüngsten Sitzung des Gemeinderates.

Dabei befasste sich das Gremium mit einem Vorschlag der für die Personalplanung zuständigen Kindergartengeschäftsführung, die bei der Katholischen Verrechnungsstelle in Schopfheim angesiedelt ist. Silvia Urban von der Verrechnungsstelle erläuterte im Gremium den aktuellen Personalstand im Kindergarten St. Elisabeth und zeigte Möglichkeiten auf, dem derzeit herrschenden Engpass abzuhelfen.

Der Mindestpersonalschlüssel liege derzeit bei 9,7 Stellen, berichtete Urban. Davon seien jedoch zwei Stellen zurzeit nicht besetzt. Zudem ist geplant, im Januar 2022 eine zweite Krippengruppe in Betrieb zu nehmen. Dafür seien weitere 2,6 Fachkräfte erforderlich.

Urban unterbreitete einen Vorschlag, dem der Inzlinger Gemeinderat nach kurzer Diskussion einhellig zustimmte. So sollen in St. Elisabeth zwei Ausbildungsplätze für eine Anerkennungspraktikantin beziehungsweise die praxisorientierte Ausbildung im ersten Ausbildungsjahr besetzt werden. Weiterhin sollen zwei Stellen für ein Freiwilliges Soziales Jahr (FSJ) bereitgestellt werden.

Um Personal zu bekommen, betrete man sogar Neuland, sagte Silvia Urban. So sollen Fachkräfte aus Spanien angeworben werden, die – nach einer beruflichen Qualifikation im Bildungswerk BBQ – für den Einsatz in Kinderbetreuungseinrichtungen eingesetzt werden können. Die möglichen Kandidatinnen erhalten zudem einen sechsmonatigen Intensivsprachkurs und könnten ab Oktober eingesetzt werden.

Leise Kritik gab es aus Reihen der SPD-Fraktion. Dagmar Steiner-de Haas fühlte sich unter Druck gesetzt, es sei fast keine Zeit gewesen, sich ins Thema einzuarbeiten. Urban räumte ein, dass es aufgrund der notwendigen Sondierungen im Vorfeld in der Tat relativ kurzfristig vorgelegt worden sei. Aber gerade in Coronazeiten sei das Tagesgeschäft sehr hart und zeitintensiv, so dass das Thema relativ spät vorbereitet werden konnte.

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