Inzlingen „Wichtig ist, dass etwas geht“

Tim Nagengast
„Mach schnell, suscht werde d’Spagheddi chalt!“: Der Fotograf beherzigte natürlich diese klare Ansage von (von links) Heiko Meier, Michael Kramer und Dirk Saner. Foto: Tim Nagengast

Von Tim Nagengast

Inzlingen. Im Vereinsheim des Aquarianer-Teams Inzlingen (ATI) herrschte gestern Vormittag Hochbetrieb. Denn ganz so „corona-still“ wollte der Verein den Rosenmontag dann doch nicht verstreichen lassen. Zwar gab es nun schon das zweite Jahr in Folge kein närrisches Treiben, kein Schunkeln und auch keine Schnitzelbänke, aber der Blick in die ATI-Küche war doch sehr vertraut.

Dort wurden zunächst Hering und „Gschwellti“ zubereitet – und später dreierlei Spaghetti (Pesto, Bolognese oder „mit scharf“). Beides landete aber pandemiebedingt nur auf den heimischen Küchentischen. Die ATI-Vorständler hatten vorab die Werbetrommel gerührt, um einen Essensfahrdienst auf die Beine zu stellen. Und das mit sehr großem Erfolg. Der Autor dieses Artikels zählte während seines spontanen Besuchs unterm Dachgestühl der Alten Schule allein 14 Helfer, die emsig herumschwirrten, dampfend heiße Spaghetti in Warmhalteschalen füllten, diese in Boxen stapelten und flugs die Treppe hinab eilten. „Spagheddimeischder“ waren augenscheinlich Michi Kramer und Dirk Saner, denn dort stieg – zumindest für den Moment – so richtig viel Dampf auf.

„Ich find’s total klasse, dass wir so viele Helfer zusammenbekommen haben. Denn immerhin ist heute ein Werktag“, war ATI-Schriftführer Heiko Meier völlig begeistert. „Wir wollten nicht nichts machen. Denn nüt mache isch au kei Lösig“, lachte er und packte gleich wieder fleißig mit an.

Exakt 41 Bestellungen hatten die Aquarianer vorab erhalten – sowohl für den morgendlichen Hering als auch für die Spaghetti zu Mittag. „Das ist richtig gut“, freute sich Meier – und packte wieder mit an. Denn es ging auf 12 Uhr zu. Und da saßen etliche Inzlinger zuhause bei Tisch und freuten sich schon auf den Lieferdienst aus dem Aqua-Heim.

„Wichtig ist, dass an Fasnacht überhaupt etwas geht“, brachte Meier die Idee hinter der Essensaktion treffend auf den Punkt. Denn ruhig genug ist es derzeit nicht nur im Waieland.

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