Kandern Als Kommandant in Kandern „große Fußspuren hinterlassen“

Kandern (ag). Mit 40 geladenen Ehrengästen wurde am Montagabend im Rathaussaal das 25-jährige Dienstjubiläum von Feuerwehrkommandant Günter Lenke feierlich begangen. „Ich bin überwältigt“, äußerte sich dieser nach zahlreichen Ansprachen, Grußworten, Geschenken und anderen Überraschungen.

Den Anfang machte Bürgermeister Christian Renkert mit seiner Laudatio: „Auf den Tag genau sind es 25 Jahre, dass Günter Lenke mit 120 von 123 abgegebenen Stimmen am 19. November 1994 zum Kommandanten gewählt wurde“, blickte er zurück auf die beeindruckende Laufbahn des Jubilars. Der damalige Abteilungskommandant für die Stadt Kandern wurde nach einer kurzen Interimslösung Nachfolger von Wolfgang Stamm.

„Es folgten 25 ereignisreiche Jahre, in denen viel für die Feuerwehr bewegt wurde“, führte Renkert aus. Er erinnerte auch an den Brand des Gerätehauses im Sommer 2013 und die schwierige Zeit danach.

Abschließend schloss sich der Bürgermeister den Worten des ehemaligen stellvertretenden Kommandanten der Abteilung Stadt an, der vor drei Jahren sagte: „Günter Lenke ist und bleibt ein Macher, die Freiwillige Feuerwehr Kandern mit allen Abteilungen hat ihm viel zu verdanken und steht tief in seiner Schuld.“ Die Familie Lenke habe die Kanderner Feuerwehr geprägt, lobte Renkert.

Bevor einige der Kommandanten aus den umliegenden Gemeinden ihre Grußworte sprachen, überraschte das „Füürwehrchörli“ den Jubilar mit dem Lied „Wir sind die Feuerwehr von Kandern“.

Schließlich richtete Kreisbrandmeister Christoph Glaisner einige Worte an Lenke. Er lobte ihn als aufrecht und der Sache verpflichtet. Mit ihm könne man auf Augenhöhe kommunzieren, sagte Glaisner. „Auf Landkreis-Ebene sind wir ganz entschieden auf Unterstützung angewiesen“, betonte der Kreisbrandmeister. Er verabschiedete sich mit einem „herzlichen Dankeschön für alles, was war und alles, was kommt“.

Matthias Puchtler, erster stellvertretender Kommandant der Feuerwehr Kandern, widmete sich in seiner Rede einigen biografischen Daten. Er habe noch keinen so engagierten Feuerwehrmann kennengelernt wie Günter, betonte er.

Großes Engagement hervorgehoben

Lenke trat 1974 mit 15 Jahren in die Jugendfeuerwehr ein und absolvierte in der Folge nahezu alle Ausbildungen, die bei der Feuerwehr möglich sind. Im Januar 1987 wurde er zum stellvertretenden Abteilungskommandanten gewählt, 1990 dann zum Abteilungskommandanten. Dieses Amt gab Lenke ab, als er vor 25 Jahren Kommandant wurde.

1999 sprang Lenke erneut als Abteilungskommandant ein, da Not am Mann war. Diese Doppelfunktion übte er bis 2009 aus, als sein Sohn Maik Lenke das Amt übernahm. Schließlich wurde Günter Lenke noch Verbandsvorsitzender und Fördervereinsvorsitzender, „weil es kein anderer machen wollte“. Und der 60-Jährige wird sich noch einmal zur Wiederwahl stellen, sein 30-jähriges Jubiläum aber wohl um acht Tage verfehlen, wie Puchtler ausgerechnet hatte.

Zahlreiche Ehrungen wurden Lenke zuteil, unter anderem wurde ihm 2003 das Ehrenkreuz der Feuerwehr in Silber verliehen.

„Das ist ein sehr aufreibender Job. Ich glaube nicht, dass ich die 25 Jahre erreichen werde“, sprach Kommandant Philipp Haberstroh aus Efringen-Kirchen Lenke seine Anerkennung aus. Ganz ähnlich äußerte sich auch Gerlinde Engler, Geschäftsführerin des DRK Müllheim.

„Die Familie Lenke ist fast schon eine Staffel“, scherzte Bruno Schmidt vom Kreisfeuerwehrverband Lörrach. Lenke habe in Kandern große Fußspuren hinterlassen, sagte Schmidt, bevor er diesem eine goldene Ehrennadel ans Revers heftete.

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