Kandern Bald ein Tablet für jeden Schüler

Alexandra Günzschel
Die August-Macke-Schule wird digitaler. Foto: Günzschel

An der August-Macke-Schule (AMS) bereitet man sich auf die Einführung von Tablet- respektive iPad-Klassen als Ergänzung zum normalen Unterricht vor. Die voranschreitende Schulbausanierung sowie die Aussicht auf einen Glasfaserhausanschluss in ein paar Jahren bieten dafür gute Voraussetzungen. Das Konzept wurde am Montag im Gemeinderat vorgestellt.

Von Alexandra Günzschel

Kandern. Die neue Schulleiterin Elfi Simon sprach von einer „toll ausgestatteten Schule“ und bedankte sich dafür bei der Stadtverwaltung und dem Gemeinderat. Mit Blick auf die iPad-Klassen stellte sie auch eine Kostenreduzierung in Aussicht, da weniger Bücher angeschafft werden müssten. Auch die ansonsten hohen Papierkosten müsse man gegenrechnen, meinte Bürgermeisterin Simone Penner.

Die Details zu den Digitalisierungsplänen erläuterte im Anschluss Sebastian Wolfer. Seit vier Jahren ist der Lehrer EDV-Beauftragter an der AMS. „Wir beginnen immer mit den fünften Klassen“, erklärte er das Konzept einer fortlaufenden Digitalisierung über mehrere Schuljahre hinweg. Dabei müsse die Administration über die Schule laufen, die so die Kontrolle über Zugänge behält. Theoretisch könne man alles reglementieren, sagte Wolfer.

Künftig wird dann jedes Klassenzimmer und jeder Fachraum über ein AppleTV verfügen. Bei den Tablets handelt es sich um Leihmodelle. Die Eltern zahlen Leihgebühren oder erwerben das Gerät durch Ratenzahlung nach fünf Jahren. In Härtefällen ist eine finanzielle Unterstützung möglich. Wolfer schätzt, dass die Geräte, die einen Internetanschluss benötigen, alle sieben bis acht Jahre ersetzt werden müssen.

Relativ teuer wird die Erstausstattung in den ersten beiden Jahren. Der EDV-Beauftragte sprach von rund 20 000 Euro. Die Übernahme von 10 000 Euro hat der Förderverein Freundeskreis der August-Macke-Schule bereits zugesichert. Weitere 10 000 Euro stehen in einem Fördertopf bereit, der bisher nicht angetastet wurde.

Ab dem Jahr 2024 wird dann mit jährlichen Kosten in Höhe von 4000 Euro gerechnet, die über das Schulbudget abgerechnet werden. Versichert sind die Geräte über die Haftpflicht der Eltern, die Elektronikversicherung läuft über die Stadt.

Für iPads habe man sich entschieden, weil sie sich besser verwalten lassen und die Schule bereits über solche Geräte verfügt, beantwortete Wolfer eine entsprechende Nachfrage von Andrea Schammler.

Penner bezeichnete das Konzept als zukunftsweisend, gerade auch mit Blick auf die Medienerziehung.

Sanierung der Fachräume für Naturwissenschaften

Später am Abend hatte der Gemeinderat noch über die Vergabe der Arbeiten zur Sanierung der Fachräume für Biologie, Chemie und Physik an der AMS zu entscheiden, die nun im vierten Abschnitt der Schulbausanierung anstehen. Einstimmig wurde der Auftrag für rund 228 000 Euro an die Firma Wesemann vergeben, die das günstigste von zwei Angeboten abgab. Beide Angebote lagen unterhalb der Kostenschätzung, das wirtschaftlichste um gut 30 000 Euro.

Einstimmig hatte zuvor auch schon der Technische Ausschuss zugestimmt. Auf eine Rückfrage nach den Referenzen der Firma antwortete Bürgermeisterin Penner, dass es nicht viele Firmen gebe, die auf Fachräume spezialisiert seien und diese sei in Fachkreisen sehr bekannt.

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