Kandern-Tannenkirch - „Ä Bilderbuechwetter für unseri Holzversteigerig ist mit em erschte Schnee im neue Johr gwährleistet“, sagte Tannenkirchs Ortsvorsteher Fritz Höferlin im Tannenkircher Winterwald am Ackerweg.

Dort sollte eigentlich auch die „Wirtschaft im Walde“ der örtlichen Feuerwehr sein. Die entschloss sich wetterbedingt aber zur Verlegung derselben unter die Festplatz-Überdachung wenige hundert Meter weiter. Und so baten Höferlin und Revierförster Reiner Dickele die rund 80 Holzinteressenten erst einmal unters Dach und erläuterten dort die Modalitäten der Versteigerung.

Das Tannenkircher Brennmaterial sei wie immer bester Qualität und liege gut an- und abfahrbar an den Waldwegen, sagte Dickele. Er erklärte auch, dass die Anschlagspreise nach wie vor auf sehr günstigem Niveau lägen, dass die Erwerber beim Aufarbeiten die bekannten Sicherheitsmaßnahmen berücksichtigen und einen Motorsägeführerschein haben müssten und dass er Barzahlung bevorzuge. Dann ging es auf den rund drei Kilometer langen Marsch durch den eingeschneiten Tannenkircher Forst.

Hochwertiges Buchenholz

An den Waldwegen hatten die Forstarbeiter in den vergangenen Wochen überwiegend hochwertiges Buchen-Brennholz eingeschlagen und in langer Form am Wegesrand platziert. 28 der 34 Lose waren Buche, veranschlagt mit 55 Euro pro Festmeter, die fünf Lose Esche/Kirsche gemischt gab es für 49 Euro und das eine Los Eiche für 46 Euro.

Für alle Holzarten wurde gut gesteigert, sicher auch, weil Höferlin die Qualität des Brennmaterials genauso anpries wie die günstigen An- und Abfahrbedingungen. Als man die 34 Lose Brennholz lang an den Mann gebracht hatte, lag der Aufschlag im Schnitt bei immerhin sechs Euro pro Festmeter.

Fürs Brennholz lang kassierte Dickele für die Kanderner Stadtkasse 8949 anstelle der eingeplanten 7896 Euro – ein Plus von 13 Prozent. Nach kleineren „Bieterschlachten“ für die Schlagräume war auch dort der Aufschlag beachtlich. 80 Euro waren für die 30 Festmeter, vom Erwerber noch komplett selbst einzuschlagen, veranschlagt. Schaffige Holzmacher boten zusammen 284 Euro – also 255 Prozent mehr.

Das Gesamtergebnis beträgt damit 9233 Euro, der Versteigerungsgewinn 1257 Euro. Die 22 Brennholzerwerber kamen, wie Dickele feststellte, zum Großteil aus Tannenkirch (zwölf), fünf hatten den Weg aus dem Großraum Lörrach/Weil am Rhein auf sich genommen, drei kamen aus anderen Kanderner Ortsteilen und je einer aus Liel und Rheinweiler.