Kandern - Rund 70 Damen und Herren, zumeist gesetzteren Alters, waren der Einladung der Stadt zum adventlichen Seniorennachmittag ins Gasthaus „Sonne“ in Kandern gefolgt. Ein Großteil von ihnen lebt in den Seniorenwohnheimen in Kandern, jedoch waren auch etliche aus dem Zentralort und den umliegenden Ortsteilen angereist.

Die Frauen des ehrenamtlichen Betreuungsteams konnten nicht sagen, wie lange es die Einrichtung des Seniorennachmittags schon gibt. Es müsse aber bereits in den 1960er Jahren begonnen haben, war man sich einig. Die ältesten Teilnehmer haben die 90 bereits überschritten. Viele von ihnen kommen schon seit Jahren, so dass, wie Rita Zimmermann sagte, „eine nette Cliquenbildung“ zu beobachten sei. Angesichts der anwesenden Rollstuhlfahrer äußerte Zimmermann, sie ist im Luise-Klaiber-Haus tätig, am Rande auch leise den Wunsch nach einer behindertengerechten Stadthalle.

Erschienen war auch der Leiter des Luise-Klaiber-Hauses, Alexander Kreet. Seit fast genau einem Jahr im Amt, wollte er sich einmal selber einen Eindruck von der Veranstaltung verschaffen.

Geschenke für das Betreuungsteam

Christian Renkert, als Bürgermeister Gastgeber des Nachmittags, bedankte sich bei den vier ehrenamtlichen Frauen des Teams – Ulrike Rösch, Elfriede Roths, Helga Schleith und Rita Zimmermann – mit Blumensträußen. Markus Kern und Rainer Scheer, die die Senioren mit weihnachtlichen Liedern unterhielten, erhielten Weinpräsente als Dankeschön für ihren Einsatz.

Die beiden Musiker können bei ihren Besuchen in den Seniorenheimen immer wieder beobachten, dass Demenzkranke, die sonst Schwierigkeiten haben, eine Unterhaltung zu führen, Weihnachtslieder und Volkslieder, die sie noch aus Kindertagen kennen, von der ersten bis zur letzten Strophe mitzusingen in der Lage sind.

Auch in der „Sonne“ war die Begeisterung groß, als Kern und Scheer mit ihren Gitarren weihnachtliche Lieder anstimmten. Ruhig wurde es, als die Damen des Teams besinnliche Geschichten vorlasen oder ein Rezept für einen „Adventskuchen“ der besonderen Art vortrugen – bestehend unter anderem aus „netten Worten, Kinderlachen oder einem Händedruck“.

Weihnachtslieder und besinnliche Geschichten

Für Kaffee, Tee und Kuchen sowie das Nachtmahl brauchten die Besucher nicht das eigene Portemonnaie zu zücken. Die Bewirtung hatte die Stadt übernommen.