Kandern (ib). Ums Pokalschießen und um Geselligkeit im idyllischen Hof des Schützenhauses ging es beim Jedermannschießen der Kanderner Sportschützen – erstmalig gewertet wurden dabei die Bogenschützen.

Folglich hatte Daniel Hipp, zweiter Vorsitzender, neben einem Dutzend goldfarbener Trophäen noch zwei weitere bestellt. Dass diese kleiner und silberfarben waren, sei eine reine Organisationsfrage gewesen.

Bisher flossen die Ergebnisse der Bogenabteilung beim Jedermannschießen nicht in die Wertung ein. Nun durften kleine und große Teilnehmer ihre Leistung beurteilen lassen. „Wir haben den Bogenpokal als eigene Kategorie eingeführt.“ Der Unterschied zum Pokal für Gewehr und Pistole liegt laut Hipp in der Staffelung. Zur Premiere gab es zwei: einen für jüngere Besucher bis 18 Jahre, einen für Erwachsene. Denkbar sei Hipp zufolge eine Erweiterung, um künftig die Leistung von Mädchen und Buben sowie von Frauen und Männern getrennt zu begutachten.

Passend zu diesem Schritt gibt es eine personelle Neuerung in der Abteilung. In der jüngsten Vorstandssitzung wurde ein „sehr ambitionierter Assistent“ für den Bereich Bogensport bestimmt. Es ist Kai Jakobs, der erst seit einem Jahr Mitglied der Schützengemeinschaft ist. „Das interessiert mich und macht Spaß“, teilte er mit. Am Sonntag trat er als Wettkampfleiter Bogen auf und unterstützte Heike Jentsch, Vize-Abteilungsleiterin.

Bei der Jahresversammlung 2019 könnte Jakob offiziell zum Abteilungschef gewählt werden. Das dürfte auch Oberschützenmeister Andreas Brischle gefallen, der das Amt, das länger vakant war, inne hat.

Erfreulich ist auch, dass es auf dem zweiten Bogenplatz, ein 70 Meter-Stand, voran geht, wie zu besichtigen war. Die Bahn am Hang ist angelegt, eine Art Unterkunft steht.

Weiter oben, auf dem alten Bogenplatz, trafen indes spitze Pfeile auf bunte Scheiben. Zwei Achter habe er geholt, freute sich der siebenjährige Phil. „Ich bin besser als du, Papa“, rief er stolz in Richtung Eltern. Sunny, ein 13-Jähriger, wirkte nicht minder konzentriert, auch er kam mit den Eltern. Bogensport sei schon länger sein Hobby, erklärte die Mama. Man überlege nun, ihn anzumelden.

Um Zehner und Achter ging’s auch in der Sparte Luftgewehr im Schützenhauskeller. Vor und hinter der Scheibe, die Besucher von den Ständen trennt, wurde über gute und schwache Treffer gefachsimpelt. „Megaschnell“ gingen die Schüsse los. Peter Edle schob Dienst in der Disziplin Pistole, ein gut frequentierter Bereich, gab er Auskunft. Wie zum Beweis nahte eine Großfamilie, die wie viele andere gern der Einladung auf den Böscherzen gefolgt war.