Kandern Christbäume sollen leuchten

Arwen Stock und Jutta Schütz
In Holzen stellen tradionell die Ortschaftsräte den Weihnachtsbaum im Dorf auf und schmücken ihn. Das soll auch 2022 so bleiben – mit verkürzten Leuchtzeiten für die LED-Beleuchtung. Foto: zVg/Wilhelm Weiß

Dass in den Kanderner Ortsteilen aus Energiespargründen nur je ein beleuchteter Weihnachtsbaum stehen soll, kam nicht in jedem Ortschaftsrat gut an.

Von Arwen Stock und Jutta Schütz

Kandern . In Holzen haben die Ortschaftsräte bei ihrer jüngsten Sitzung beschlossen, wieder einen Weihnachtsbaum aufzustellen und diesen einige Stunden abends mit der LED-Lichterkette zu beleuchten. „Bei uns stellen die Räte selbst den Baum“, berichtet Ortsvorsteher Wilhelm Weiß im Gespräch mit unserer Zeitung. Mit Kugeln und Schmuck sehe dieser sehr schön aus und die LED-Lichterkette brauche nicht viel Strom. Ein Termin fürs Aufstellen steht auch bereits: am Freitag, 25. November.

Für Feuerbach bestätigte Ortsvorsteher Martin Greiner, dass es nur einen beleuchteten Baum geben werde, das sei schon etwas schade, fand er. Der Solidargedanke des Energiesparens sei ja gut, aber man müsse die Weihnachtsbaumbeleuchtung oder eine kleine weihnachtliche Straßenbeleuchtung ja auch nicht die halbe Nacht brennen lassen , meinte er.

Bedauert wurde die Entscheidung für die minimale Beleuchtung mit einem Weihnachtsbaum auch in Wollbach im Ortschaftrsrat.

In Tannenkirch gab es sogar eine Wortmeldung aus den Zuhörerreihen, als Ortsvorsteher Fritz Höferlin mitteilte, dass es nur den Stern an der Kirche und einen beleuchteten Weihnachtsbaum, der am „Ochsen“ gestellt würde, gebe. Der Bürger machte seinem Ärger Luft: „Jetzt haben wir schon zwei Jahre lang Einschränkungen durch Corona gehabt und die Bürger sind mit manchen nicht logischen Sachen gegängelt worden. Ein bisschen Weihnachtsfreude muss doch sein für die Menschen“, fand er mit dem Hinweis, dass eine verkleinerte Weihnachtsbeleuchtung sicher nicht viel Energie fressen würde.

Birgit Ludin ärgerte sich so über die Vorgabe, dass sie meinte, der eine Baum für Tannenkirch könne gleich im Wald stehen bleiben. „Ein bisschen mehr Weihnachtsbeleuchtung würde es nicht rausreißen“, fand auch Höferlin. Bis auf Ludin stimmten die Räte dafür, dass der vorgesehene Baum am „Ochsen“ gestellt wird.

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