Kandern Dachstuhl im Bahnhöfli ausgebrannt

Ein Dachstuhlbrand an der Bahnhofstraße hielt gestern Mittag nicht nur die Rettungskräfte in Atem. Foto: Brombacher Foto: Weiler Zeitung

Der Notruf ging gestern Mittag um 12.11 Uhr raus. In Kandern brannte nicht irgendein Haus, sondern ausgerechnet das „Bahnhöfli“ in der Bahnhofstraße mit der Kulturkneipe „ChaBah“ im Untergeschoss. Im Gebäude befanden sich zunächst noch zwei Kinder.

Kandern (ag). Schnell rückten Polizei, Feuerwehr und Rettungsdienst aus. Bei deren Eintreffen brannte der komplette Dachstuhl des Gebäudes.

Die beiden Kinder wurden aus der brennenden Wohnung herausgeholt. Sie wurden vom anwesenden Rettungsdienst und einem Notarzt untersucht und zur weiteren Behandlung ins Krankenhaus gebracht. Es bestand der Verdacht auf eine Rauchgasvergiftung.

Das Gebäude wurde sofort geräumt und die Feuerwehr begann umgehend mit den Löscharbeiten. Insgesamt waren etwa 60 Feuerwehrleute der Abteilungen Kandern, Wollbach, Tannenkirch, Sitzenkirch, Holzen und Bad Bellingen im Einsatz.

Das Dachgeschoss des dreistöckigen Gebäudes, in dem eine fünfköpfige Familie wohnt, brannte nahezu vollständig aus. Die darunterliegenden Wohnungen sind derzeit ebenfalls nicht mehr betretbar. In der Kulturkneipe indes ging der Betrieb nach einer Unterbrechung normal weiter, wie man im „ChaBah“ auf Nachfrage bekannt gab.

Die Stadtverwaltung samt Bürgermeister Christian Renkert waren vor Ort und kümmerten sich um die Unterbringung der Hausbewohner. So kam die fünfköpfige Familie bei Verwandten in Kandern unter. Andere Bewohner konnten zunächst nicht erreicht werden, wie Renkert berichtet, der bis 15 Uhr vor Ort war.

Kriminaltechniker kommt am Montag

Der Brandort wurde beschlagnahmt, wie die Polizei bekannt gibt und wird voraussichtlich am Montag zwecks Klärung der Brandursache von Kriminaltechnikern und einem Sachverständigen begutachtet.

Die Schadenshöhe kann im Moment noch nicht beziffert werden. Sie dürfte jedoch im sechsstelligen Bereich liegen.

Die Bahnhofstraße musste während der Löscharbeiten gesperrt und der Verkehr innerörtlich umgeleitet werden. Die Sperrung wurde gegen 15 Uhr aufgehoben.

„Wenn nicht alles so gut und schnell abgelaufen wäre, hätten wir jetzt kein Bahnhöfli mehr.“ Das sagte Kommandant Günter Lenke, der den Einsatz leitete, am Redaktionstelefon, nachdem der Dachstuhlbrand gestern Nachmittag unter Kontrolle war. Er zeigte sich voll des Lobes für die Einsatzkräfte, die das Feuer schnell in den Griff bekommen hatten. Lenke sprach von einer sehr starken Brandentwicklung und viel Rauch vor Ort. Das Feuer sei offenbar von der Küche der Wohnung im Obergeschoss ausgegangen.

Zunächst erfolgte nach der Alarmierung gegen Mittag der Innenangriff der Feuerwehr mit zwei Zweierteams mit Atemschutzgeräten. Von außen kam die Kanderner Drehleiter zum Einsatz. Ein zweites Drehleiterfahrzeug wurde aus Bad Bellingen angefordert. Das Wasser für die Löschaktion kam sowohl aus dem Hydranten als auch aus dem Lippisbach.

Die Feuerwehr war noch weiter im Einsatz, nachdem der Brand unter Kontrolle war. Es galt, mit einer Wärmebildkamera nach Brandnestern Ausschau zu halten und sogar über Nacht eine Brandwache einzurichten, um sicherzustellen, dass das Feuer nicht erneut ausbricht.

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