Kandern „Das ist unsere Aufgabe“

Weiler Zeitung, 15.05.2018 22:00 Uhr

Kandern (sas). Die evangelische Kirchengemeinde Tannenkirch hat zum zweiten Mal einen Antrag an die Stadt Kandern gestellt, eine Horizontalsperre (eine Art Abdichtung) im Kinderhaus in Tannenkirch zu bezuschussen. Diese ist nötig, weil im Gebäude Feuchtigkeit aus dem Keller im Mauerwerk bis ins Erdgeschoss gestiegen sei, heißt es in der Vorlage des Verwaltungsausschusses, der in seiner jüngsten Sitzung darüber zu beraten hatte.

Da im laufenden Haushaltsjahr keine Mittel zur Verfügung stehen, müssten diese außerplanmäßig zur Verfügung gestellt werden, da die Maßnahme noch dieses Jahr umgesetzt werden soll, informierte Bürgermeister Christian Renkert. Eine Alternative wäre, dass die Kirchengemeinde die Maßnahme vorfinanziert und der Zuschuss-beitrag der bürgerlichen Gemeinde im kommenden Haushaltsjahr 2019 erstattet wird. Renkert schlug vor, die Haushalts-Zwischenberichte abzuwarten und dann zu entscheiden. Ein Angebot belief sich im Dezember auf rund 10 500 Euro, mittlerweile sei aber mit einer Kostensteigerung zu rechnen. Der Zuschuss würde 70 Prozent beziehungsweise maximal 8000 Euro betragen, heißt es im Beschlussvorschlag, der einstimmig angenommen wurde.

Tannenkirchs Ortsvorsteher Friedrich Höferlin (Freie Wähler) verwies auf die Schimmelbildung: „Wenn man erst eine Gruppe schließen muss, stehen wir da. Jetzt ist es sinnvoll.“ „Das ist klar notwendig“, meinte Rudolph Mayer (CDU/Unabhängige). Er bat aber darum, so etwas in Zukunft anders zu lösen und wünschte sich, die Maßnahme zu splitten. Er fand es außerdem „ehrenwert“, dass die Gemeinde einen Zuschuss gewähre. „Wir haben schon viel an dem Gebäude gemacht, obwohl es der Kirche gehört.“ „Das ist aber unsere Aufgabe“, hielt Höferlin dagegen, der nicht verstehen konnte, wieso „jedes Mal diese Diskussion geführt“ werde.

Das fand auch Gabriele Weber (SPD) müßig. „Die Förderung ist nun mal so gesetzt.“ Dass die Probleme so massiv seien, habe sie allerdings nicht gewusst.