Kandern Drei Sonnenliegen an aussichtsreichen Plätzen

Kandern-Tannenkirch (ag). Schöne Aussicht ist ein Pfund, mit dem Tannenkirch wuchern kann. Rund um das Dorf bieten zahlreiche Hügel spektakuläre Weitblicke – an guten Tagen bis zu den Alpen.

Zum Innehalten und Genießen laden seit neustem drei Sonnenliegen an aussichtsreichen Stellen ein. Möglich wurde dies durch eine Spende der Unternehmerfamilie Graf aus Tannenkirch.

Eine der Liegen steht am Steingäßle-Weg in der Nähe des Festplatzes. Vor gut einen Jahr hatten dort fünf junge Männer aus dem Dorf bereits eine Grillstelle mit Picknickbank eingerichtet. Jetzt wurde das beinahe schon wohnliche Ensemble um die gut drehbare Liege ergänzt.

An dieser Stelle trafen sich gestern die Spenderfamilie, Bürgermeisterin Simone Penner und Ortsvorsteher Fritz Höferlin. Die beiden anderen aus Douglasienholz gefertigten Sonnenliegen befinden sich beim Rebhaus mit Grillstelle am Hüppberg sowie am Erdweg in der Nähe des Fohrenhofs.

„Auf diese Weise wollten wir dem Dorf etwas zurückgeben“, erklärt Martin Graf seine Motivation. „Wir wollten es uns zu Hause, wo wir leben, ein bisschen schöner machen“, ergänzt Anja Graf. Gerade die vergangenen anderthalb Jahre hätten gezeigt, dass auch das Erkunden der Heimat attraktiv sein kann.

„So etwas strahlt über den Ort hinaus und ist auch eine Attraktion für die vielen Wandertouristen und Spaziergänger“, freute sich die Bürgermeisterin, die sich bei der Familie Graf für die tolle Idee, die Umsetzung und das Engagement bedankte.

„Der Berg ist ein Anziehungspunkt“, hat Ortsvorsteher Fritz Höferlin festgestellt, der sich ebenfalls über die neuen Sonnenliegen freute. Gerade während der Corona-Pandemie sei der Festplatz von vielen Vereinen als Ausweichort für Proben oder Versammlungen genutzt worden, die nicht in geschlossenen Räumen stattfinden konnten, berichtet er.

Bei der Erstellung der Fundamente für die Liegen hat sich auch der Ortschaftsrat Tannenkirch eingebracht. Dabei kam auch das neu eingeführte Ortsbudget zum Einsatz. Erstmals hatten in diesem Jahr alle sechs Ortsteile sowie die Kernstadt von Kandern in Abhängigkeit von der Einwohnerzahl ein kleines Budget für solche besonderen Maßnahmen erhalten, die dann schnell und unbürokratisch umgesetzt werden können. „Ein Bauantrag war jedenfalls nicht nötig“, scherzte Graf. Auch aus Sicht der Bürgermeisterin hat sich das Ortsbudget bewährt. Es soll im kommenden Jahr erhöht werden, wenn der Gemeinderat das so beschließt.

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