Kandern Einblicke in die spätere Ausbildung

Der Berufsinfotag an der August-Macke-Schule in Kandern ist ein bewährtes Format, um ältere Schüler und Ausbildungsbetriebe gewinnbringend zusammenzubringen. 20 Arbeitgeber aus der Region sowie Vertreter weiterführender Schulen hatten sich auch am Dienstagnachmittag wieder in der Kanderner Gemeinschaftsschule eingefunden.

Von Alexandra Günzschel

Kandern. Die jährliche Veranstaltung ist für alle Schüler der achten, neunten und zehnten Klassen verpflichtend. „Einige der Zehntklässler haben zwar bereits eine Ausbildungsstelle“, freut sich Schulleiterin Ursula Ganzke, dennoch könne es ja nicht schaden, sich zu informieren.

Das Prinzip des Berufsinfotags ist einfach. Die Schüler suchen sich aus dem Angebot zwei Betriebe oder weiterführende Schulen aus, für die sie sich interessieren. In zwei Durchgängen können sie sich dann jeweils eine Schulstunde lang aus erster Hand informieren lassen.

Auch bei den Ausbildungsbetrieben komme das Konzept gut an, sagt die Rektorin. Denn während der Dreiviertelstunde könnten diese den grundsätzlich schon mal interessierten Schülern einiges vermitteln und kämen mit ihnen ins Gespräch.

Immer wieder haben Arbeitsverhältnisse auf diese Weise ihren Anfang genommen, was Ganzke vor allem daran erkennt, dass wieder mal ein ehemaliger Schüler die Seiten gewechselt hat und nun als Azubi oder auch als Festangestellter an die Schule zurückkehrt, um dort der nächsten Generation seinen Beruf näher zu bringen.

Auch ehemalige Schüler unter den Azubis

Über drei Schuljahre hinweg nimmt jeder Schüler am Berufsinfotag teil. Theoretisch kann er sich auf diese Weise über sechs Berufsbilder eingehender informieren und gegebenenfalls erste Kontakte knüpfen.

Erst spät werden die Schüler an der neuerdings reinen Gemeinschaftsschule auf einen Abschluss festgelegt. In der achten Klasse spricht die Schule eine Empfehlung für den Hauptschulabschluss oder die Mittlere Reife aus. „Diese späte Einteilung tut manchen richtig gut“, betont Ganzke den großen Vorteil einer Gemeinschaftsschule.

Vor der Entscheidung gibt es noch einen Infoabend für die Eltern mit Vertretern der beruflichen Schulen, des Handwerks und der Agentur für Arbeit. Mit den Schülern geht es ins Berufsinformationszentrum (BIZ) nach Lörrach, außerdem werden Einzelgespräche geführt. Der Berufsinfotag ist also nur ein Baustein von vielen, um den Schülern den Übergang ins Berufsleben zu erleichtern.

Am Dienstag lief alles wie am Schnürchen. Die jüngeren Schüler durften zu Hause bleiben, während sich die älteren nach der Begrüßung der Rektorin aufmachten in die einzelnen Klassenräume, wo sich die Betriebe einiges hatten einfallen lassen.

Dabei ging es oftmals nicht nur um reine Information, auch spielerische Einblicke in die jeweiligen Berufsbilder wurden geboten und Eindrücke vermittelt. So zeigte sich zum Beispiel die Polizei Baden-Württemberg in voller Montur. Und die Firma Hieber – die Supermarktkette war in diesem Jahr besonders beliebt bei den Schülern – unterhielt mit einem kleinen Spiel zur Warenkunde.

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