Kandern Eine Fundgrube für Liebhaber

Gerlinde Dziedo ist Vorsitzende des Werberings Kandern. Foto: zVg

Kandern - Der Kanderner Werbering hat es geschafft, den beliebten „Altstadt-Antikmarkt“ nach Kandern zu holen. Am Wochenende, 20. und 21. Juli, findet auf dem Blumenplatz und an der Fischermühle die Premiere statt. Unsere Zeitung sprach mit der Werbering-Frontfrau Gerlinde Dziedo über diese Veranstaltung:

Frage: Frau Dziedo, wie laufen die Vorbereitungen?

Wir haben hier Arbeitsteilung: Die Agentur Meyer & Koch aus Endingen akquiriert und wählt die Händler aus. Wir vom Werbering sind für das Ambiente, die Werbung und für die Infrastruktur zuständig, was das Einholen von Genehmigungen, die Verkehrssituation und so weiter angeht.

Frage: Dann darf also nicht jeder Beschicker teilnehmen?

Die Händler unterliegen strengen Kriterien. Denn der Altstadt-Antikmarkt ist kein Flohmarkt, sondern ein Markt für Liebhaber und Sammler. Alle Sachen, die angeboten werden, müssen vor 1975 gefertigt worden sein.

Frage: Was versprechen Sie sich von dem Markt?

Der Markt ist ein weiterer Meilenstein auf unserem Weg „DIE Kunsthandwerkerstadt des Südwestens“ zu werden. Das ist natürlich ein ambitioniertes Ziel. Aber Kandern gilt schon seit Jahrhunderten als Marktflecken. Das war letztendlich ausschlaggebend, dass Kandern im Jahr 1850 das Stadtrecht erhielt. Zudem hat das Kunsthandwerk bei uns eine lange Tradition. Und so ist es für Kandern ein passgenauer Markt, der eine weitere Klientel anziehen soll.

Frage: Was erwartet also die Besucher?

Sie dürfen sich auf liebevoll gestaltete Stände und leidenschaftliche Aussteller freuen, die zum Teil auch aus dem Elsass kommen. Für fast jede Sammel-Leidenschaft ist ein Angebot vorhanden, und das zu normalen Preisen.

Die Gäste haben am Sonntag die Möglichkeit, mit dem „Chanderli“ anzureisen oder eine Radtour mit dem Marktbesuch zu verbinden. Die Kanderner Einzelhändler öffnen am Sonntag ihre Geschäfte und laden zum Sonntagseinkauf ein.

Außerdem mischt sich der Schauspieler Wiegand Neumann am Sonntag in Gestalt von „August Macke“ unter die Gäste. Er holt sie zum Beispiel am Bahnhof ab und führt sie zum einen oder anderen Standort auf dem Macke-Rundweg. Das soll das Augenmerk auf den berühmten Maler lenken, der in Kandern deutliche Spuren hinterlassen hat.

Frage: Welchen Erfolg erhoffen Sie sich von den Märkten?

Sehen Sie, wir können den Internethandel nicht aufhalten und ihn auch nicht ignorieren. Wir müssen uns mit ihm arrangieren und das Beste daraus machen.

Damit aber die Einzelhändler aufgrund dieser Einschnitte langfristig überleben können, brauchen wir einfach mehr Kundenfrequenz im Städtli. Und solche Märkte sollen auch Besucher von außerhalb anlocken, die dann unsere Geschäfte kennenlernen. Bestenfalls werden sie zu Kunden und kommen wieder und empfehlen unseren nach wie vor gut aufgestellten und breit sortierten Einzelhandel.

Frage: Welche Ziele verfolgen Sie weiter?

Ganz klar: Wir wollen, dass sich weitere Handwerker, Kunsthandwerker und Künstler in Kandern ansiedeln. Wenn diese erkennen, dass unser Städtli ein Ort ist, wo sich deren Klientel aufhält, will sich der eine oder andere vielleicht auch niederlassen.

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