Von Jutta Schütz

Die 17. Reblandeck­übung der Jugendfeuerwehren aus Kandern, Wollbach, Efringen-Kirchen und Bad Bellingen fand vor ganz großem Publikum statt. Im Gewerbegebiet Riedlingen bei den Firmen Kern und Dreyeckland warteten jede Menge große und kleine Feuerwehrfans auf das Eintreffen von Löschfahrzeugen und Mannschaften.

Das Szenario für den Nachwuchs der Floriansjünger war folgendes: Eine Schreinerei brennt, und die Flammen drohen auf den Nachbarbetrieb überzugreifen – zugleich werden mehrere Personen vermisst gemeldet, und eine technische Hilfeleistung ist auch noch erforderlich: Unter einem großen Flüssigkeitsbehälter ist eine Person eingeklemmt.

Organisiert hatte die Übung die stellvertretende Jugendgruppenleiterin Kim Wagner. Unterstützt wurde sie dabei von Philipp Lang und Georg Arnold, die in der Jugendgruppe Kandern dem Ausbilderteam vorstehen. „Das ist schon ganz anspruchsvoll, was die Aufgaben angeht – die Feuerwehrjugend muss eine Riegelstellung zum Nachbarbetrieb aufbauen, eine lange Schlauchleitung von rund 300 Metern legen, nach der Suche nach Vermissten auch die Erstversorgung der Verletzten leisten und dann noch die technische Hilfeleistung bewältigen“, zählte sie auf. Die große Drehleiter der Kanderner Wehr kam zum Einsatz – hier hatten die Jugendlichen im Vorfeld geübt, wie man von der Leiter aus einen Löschangriff „startet“. Zudem fuhren vier Löschfahrzeuge, zwei Gerätewagen und zwei Mannschaftswagen vor.

Die Nachwuchs-Floriansjünger waren mit Eifer bei der Sache, Absprachen, etwa beim Löschangriff und bei der Verlegung der Löschleitungen, funktionierten hervorragend. Zur Seite standen den jungen Leuten Mitglieder der Aktivwehr.

Aus dem Gebäude der Firma Kern trugen Helfer aus der Jugendwehr die „Vermissten“ auf Tragen heraus und brachten sie zu dem Ort, wo diese erstversorgt wurden. Dort waren sogar Feldbetten aufgestellt. Am Flüssigkeitsbehälter ging es darum, diesen durch aufblasbare Matten anzuheben, um die darunter liegende „verletzte Puppe“ zu befreien. Eine knifflige Aufgabe, wie sich herausstellte.

Nach 45 Minuten war die Übung beendet. „Ihr habt eine Superprobe abgeliefert“, lobten Kim Wagner und Günter Lenke als Gesamtkommandant der Kanderer Feuerwehr.