Kandern Eine symbolträchtige Kuh

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Ein neuer Anstrich für „Amacka“ Foto: zVg

Abschlussscherz: Schulabsolventen hinterlassen ihre Spuren

Kandern. Dieser Tage wurden Schüler und Lehrkräfte der August-Macke-Schule (AMS) von einer schwarzen Kuh überrascht. Die diesjährigen Absolventen haben – nach zwei Coronajahren – den Geist des Abschlussscherzes wieder ausgepackt und die Kuh vor den Schultoren bemalt und ihre Namen darauf verewigt.

Die Tierskulptur war von Initiator Mike Pelt von Anfang an als ein sich wandelndes Kunstobjekt geplant. Jetzt hat sie zum zweiten Mal die Farbe geändert: War die Kuh, als sie zum Abschied von Rektorin Ursula Ganzke aufgestellt wurde, noch rot-weiß, erhielt sie aus Solidarität mit der Ukraine vor einiger Zeit einen blau-gelben Anstrich mit Peace-Zeichen. Nun ist die Kuh zum kreativen Symbol des Erwachsenwerdens geworden. Denn für die Abschlussschüler beginnt nun ein neuer Lebensabschnitt außerhalb der Schule, und dennoch wollen sie einen Teil von sich zurücklassen, wie es scheint.

Hinter der Kuh der AMS steckt eine Geschichte: Vor einigen Jahren ist der Stall einer Kollegin mit allen Rindern darin abgebrannt – eine schreckliche Tragödie. Wie kann man jemanden helfen, der dabei ohnmächtig mit ansehen musste, wie nicht nur seine Existenz, sondern auch noch seine lieb gewonnen Tiere in Flammen aufgehen? Schüler, Eltern und Lehrer haben sich daraufhin zusammengetan, um die Lehrerin zu unterstützen. Es wurde fleißig gesammelt und gemeinsam schenkte man der Familie als Zeichen der Solidarität und des Mitgefühls, aber auch als Symbol des Neuanfangs, eine Kuh. Diese wurde liebevoll auf den Namen Amacka getauft. Sie soll in dieser Tradition auch weiterhin für Gemeinschaft und Kreativität stehen.

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