Von Delia Rapp

Kandern. „Es geht los, Kinder!“ Bei diesen Worten der Schulrektorin Ursula Ganzke wurden die soeben noch aufgeregt schwatzenden Fünftklässler in der Aula sofort mucksmäuschenstill. Nachdem die August-Macke-Schule neben der Werkrealschule und Realschule sich nun seit einem Jahr auch als Gemeinschaftsschule präsentiert, konnte nun der zweite Jahrgang für diese neue Schulform begrüßt werden.

Und wie im Vorjahr waren dafür in den Sommerferien Räume umgebaut, neu gestaltet und modern ausgestattet worden, um ein individualisiertes Lernen und Arbeiten zu ermöglichen.

Doch bevor diese besichtigt werden konnten, zeigten erst einmal Schüler der Musizierklasse der 6. Klassen mit ihrem Musiklehrer Friedrich Renkert, dass sie nach nur einem Jahr musizieren mit ihren Holz- und Blechblasinstrumenten schon ein richtiges kleines Orchester zuwege bringen konnten. Entsprechend positiv fiel der Applaus der Zuhörer aus. Eltern, Großeltern, Geschwister und andere Verwandte waren zahlreich zu diesem besonderen Tag für die „frisch gebackenen August-Macke-Gemeinschaftsschüler“ – wie die Rektorin sie in ihrer Begrüßungsrede nannte – erschienen. Sie hob hervor, dass die Neugestaltung der Klassenzimmer notwendig gewesen sei, damit die Schülerinnen und Schüler optimal lernen können, denn man wolle den Kindern die besten Bedingungen zum „Groß werden“ bieten.

Sie müssten aber auch selbst etwas zum Gelingen ihrer Ausbildung beitragen. Als neue Mitglieder der Schulgemeinschaft dürften und sollten sie auch mitbestimmen und lernen, für sich und andere Verantwortung zu übernehmen. Ihre Lehrerinnen und Lehrer würden sie dabei begleiten und ihnen helfen, ihre eigenen Wege zu finden.

Zum Abschluss bekam jedes Kind Briefpapier und einen Umschlag geschenkt, um einen „Brief in die Zukunft“, nämlich an sich selbst, schreiben zu können. Sie sollten darin über ihre Hoffnungen, Ängste, aber auch darüber schreiben, auf was sie sich freuen würden, den Brief verschließen und beim Sekretariat abgeben. Im Jahr 2021 sollen die Schüler ihren Brief dann zur Abschlussfeier wieder ausgehändigt bekommen. Niemand außer die Schüler selbst bekommt diese Briefe zu lesen.

Mit den besten Wünschen für die Zukunft sowohl für die drei neuen fünften Klassen als auch für deren Eltern und ihre Lehrkräfte schloss Ganzke ihre Ausführungen und stellte sodann die Klassenlehrerteams vor, die für eine optimale Betreuung der Klassen aus zwei Kollegen bestehen werden.

Nach einer weiteren rockigen Musikeinlage konnten die neuen Schülerinnen und Schüler nun mit ihren Eltern zusammen die Klassenzimmer aufsuchen, wo sie von ihrem Klassenlehrerteam begrüßt wurden und ihre liebevoll geschmückten Räume begutachten konnten.

Für die Eltern gab es zum Abschluss dann noch Informationen im Schulcafé bei Kaffee und Kuchen, den Sechstklässler verkauften, die wie ihre musizierenden Mitschüler stolz waren, zu so einem wichtigen Tag etwas beigetragen zu haben.