Kandern Entscheidung gegen einen Abriss

Neue Pläne für das feuergeschädigte Feuerwehrgerätehaus am Papierweg Foto: A. Günzschel Foto: Weiler Zeitung

Von Alexandra Günzschel

Kandern. Architekt Bernd Brohammer hat in der Gemeinderatssitzung am Montag die Umbaupläne für das vor einem Jahr ausgebrannte Feuerwehrgerätehaus am Papierweg vorgestellt. Die massiven Veränderungen, die dabei offenbar notwendig sind, ließen die Frage aufkommen, ob ein Neubau nicht die bessere Alternative gewesen wäre.

Vorgestellt wurde die so genannte „Variante IV“, ausgearbeitet vom Architekten in Zusammenarbeit mit der Feuerwehr und der Verwaltung. Ausschlaggebend für die Planung war offenbar auch die an Bedingung geknüpfte Förderfähigkeit des Bauprojekts. Unter anderem sollen Mittel aus dem Ausgleichstock beantragt werden.

Brohammer sprach von einem Gesamtvolumen von 1,7 Millionen Euro, noch ohne Kosten für die Erschließung und die Außenanlagen. Um einen auf der vorgestellten Basis ausgearbeiteten Bauantrag noch im September einreichen zu können, wurde der Gemeinderat darum gebeten, den Plänen zuzustimmen, was dieser schließlich auch einstimmig tat. Außerdem wurde noch über die Vergabe von Ingenieurleistungen in Höhe von insgesamt rund 75 000 Euro abgestimmt.

Zum Planungsstand: Das Gebäude soll erweitert werden und näher an die Straße heranrücken. Der Keller des Wohngebäudes soll aufgegeben werden. Die jetzige Küche soll zu einer Kleiderkammer mit WC und Dusche werden, die offene Terrasse nach der Überdachung zu einem Schulungsraum. Und das Dachgeschoss soll als Lagerfläche dienen. Gedanken hat sich Brohammer zudem über den Standort des Oldtimers gemacht, der der Bevölkerung auch gezeigt werden soll. Bürgermeister Christian Renkert sprach von einem planerischen Grundgerüst, das noch marginal verändert werden könne.

Fritz Höferlin war der erste, der fragte, ob ein Abriss nicht sinnvoller gewesen wäre, und Max Sütterlin zeigte sich erstaunt über die „gravierenden Änderungen“. „Da bleibt vom alten Gerippe nicht viel übrig“, fand Martin Greiner.

Sie erfuhren, dass der Gedanke, „alles plattzumachen“ durchaus in Erwägung gezogen worden sei. Dagegen sprach das Ausmaß an Eigenleistung, die im Verwaltungsgebäude stecke. Auch wäre der Neubau eines Wohnhauses teurer geworden, führte Brohammer aus. Und gewisse Änderungen, wie etwa die Dusche direkt neben den Umkleideräumen, seien von der Aufsichtsbehörde schlicht gefordert worden.

Für die schnelle Umsetzung des Vorhabens sprach sich Rudolph Mayer aus, auch vor dem Hintergrund baldmöglichst wieder aus den angemieteten Räumen rauszukommen. Befürwortet wurde die bestehende Anordnung der Gebäude auch von der Parkfläche her, die sonst womöglich kleiner geworden wäre.

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