Kandern Feuerbach will Bürgern mehr bieten

Jutta Schütz
Der Spielplatz mit Wiese und der Gemeindesaal dahinter sind Orte, an denen Veranstaltungen stattfinden können. Foto: Schütz

Anders als in den größeren Kanderner Ortsteilen gibt es für die Feuerbacher derzeit kaum Mitmachangebote von Vereinen oder Ehrenamtlichen. Das erfuhr Christina Fräulin, Leiterin der Volkshochschule (VHS) Kandern bei ihrem Besuch im Ortschaftsrat Feuerbach am Mittwoch.

Von Jutta Schütz

Kandern-Feuerbach. Die VHS-Leiterin tourt derzeit durch die Ortschaftsräte, um ein Stimmungsbild und Informationen zu möglichen Angeboten der VHS „auf den Dörfern“ und zur Entwicklung eines Leitbildes mitzunehmen.

„Vor Corona hatten wir eine Gymnastikgruppe, die vom DRK angeboten wurde, die kam bei unterschiedlichen Altersgruppen sehr gut an – aber momentan gibt es sie nicht mehr“, berichtete Ortsvorsteher Martin Greiner, der das Angebot gerne reaktiviert sähe. „Wir hoffen, dass dieses Angebot zurückkommt, denn das war für viele Bürgerinnen schon ein wichtiger Termin im Kalender“, konstatierte er.

In der Feuerbacher Kirche werden von kirchlicher Seite aus regelmäßig Konzerte veranstaltet, die Interessierte aus dem Ort und der Umgebung anziehen. Ein musikalisches Angebot macht der Gesangverein mit dem Kinder- und Jugendchor.

Das Angebot an Räumlichkeiten, wo man etwa Kurse und Vorträge abhalten könnte, ist in Feuerbach begrenzt. „Aber wir haben den Bürgersaal, die Ortsverwaltung und vor dem Bürgersaal noch eine Wiese am Kinderspielplatz, wo man zum Beispiel auch mal Gymnastik machen könnte“, zählte Greiner auf.

Bewegungsangebot für Kinder wird gewünscht

Themen, mit denen sich die VHS vor Ort einbringen könnte, so ergab die Diskussion mit Fräulin im Ortschaftsrat, sind zum Beispiel Vortragsangebote. Fräulin brachte hier zum Beispiel den Einbruchschutz oder Informationen zur Vorsorgevollmacht als Themen ins Spiel. Dass daran Interesse besteht, konnten sich die Räte gut vorstellen, genauso wie an einem Löschkurs mit der Feuerwehr.

Greiner würde sich überdies noch ein Bewegungsangebot für Kinder und Jugendliche wünschen, die „wenn sie nicht in einem Sportverein sind, sich zu wenig bewegen. Es soll einfach um Aktionen draußen in der Natur gehen, die Kindern und Jugendlichen Spaß machen“, schlug er vor.

Für den Ortschaftsrat war der Abend mit Fräulin ein erster Infotermin. Jetzt sollen die Bürger gezielt befragt werden, was sie sich an Angeboten seitens der VHS im Ort wünschen. „Wir haben hier gute Erfahrungen damit gemacht, dass wir ein Informationsschreiben mit Rückmeldebogen in alle Briefkästen werfen, denn viele Bürger haben keine Zeitung und auch kein Amtsblatt abonniert“, gab Greiner weiter. Auch der Ortschaftsrat will sich in den kommenden Wochen mit Möglichkeiten von VHS-Angeboten vor Ort beschäftigen und Fräulin dann Rückmeldung geben.

„Wir hoffen, dass wir dann auch mit den Rückmeldungen seitens der Bürger – ob nun digital oder per Papier – Anfang August ein Stimmungsbild haben, so dass es noch reicht, um mögliche Kursangebote oder Vorträge in Feuerbach in das neue VHS-Programm aufzunehmen“, sagte der Ortsvorsteher.

Greiner blickte auch in die Zukunft. „VHS- oder auch Vereinsangebote vor Ort könnten in Zukunft stärker nachgefragt werden, weil das Fahren wegen der hohen Spritpreise immer teurer wird und die Leute dann vielleicht lieber etwas suchen, wo sie spontan zu Fuß hingehen können“, so seine Überlegung.

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