Kandern Feuerwehr jetzt auf der Zielgeraden

Weiler Zeitung, 23.02.2016 22:35 Uhr

Von Anika Lenke

Zu 117 Einsätzen wurde die Kanderner Feuerwehrabteilung im Jahr 2015 alarmiert. Unter anderem waren drei Autobrände, ein Kellerbrand sowie ein Schuppenbrand zu bekämpfen. 44 Einsätze sind der First Responder-Gruppe zuzuordnen. Aber auch die Führungsgruppe hatte einiges zu tun.

Kandern. Ein Leck an einem Kesselwagen im August in Rheinweiler gilt im Rückblick als der schwerste Einsatz. Die Führungsgruppe übernahm dabei die gesamte Organisation. Weiterhin galt es Brandsicherheitswachdienste beim Budenfest und während der Pegida-Demonstrationen zu absolvieren.

24 Probeabende wurden abgehalten. Gemeinsam mit den Abteilungen Tannenkirch, Feuerbach und Riedlingen wurde im Fohrenwald geübt. Auch die Übungen mit den Nachbarwehren Bad Bellingen und Schliengen durften nicht fehlen. 2015 wurde im Marienheim in Bad Bellingen ein Brand angenommen, in Kandern wurde das Vorgehen bei einer Massenkarambolage geübt und in Schliengen ein Werkstattbrand simuliert. Mit den Kameraden aus Endenburg und Schlächtenhaus wurde gemeinsam auf dem Platzhof geübt. Bei der großen Übung im Katzenbergtunnel waren die Kanderner ebenfalls dabei. Sie übernahmen die Wassereinspeisung auf der Nordseite und unterstützten die Bad Bellinger mit Atemschutzgeräteträgern sowie bei der Evakuierung.

Die derzeit 51 Mitglieder konnten Tim Scott neu in ihren Reihen aufnehmen. Dagegen mussten 2015 zwei Austritte verzeichnet werden.

Die sogenannte „Opel-Blitz-Crew“ war im vergangenen Jahr sehr aktiv. Man nahm an der Oldtimerrallye und dem Festumzug zum 150-jährigen Bestehen der Feuerwehren Efringen-Kirchen und Weil am Rhein teil und fuhr sogar nach Bad Krozingen zum Festumzug. Abteilungskommandant Maik Lenke dankte Holger Bechtel, der dem Oldtimer eine Unterstellmöglichkeit bietet, bis eine Garage gebaut ist.

Die größte Anschaffung im vergangenen Jahr war der neue Gerätewagen Transport, der nun als Ersatz für den ausgemusterten Schlauchwagen dient. Auf dieses Fahrzeug können bis zu zehn Rollwägen geladen werden, die mit insgesamt 2000 Meter Schlauch, zwei Tragkraftspritzen und sonstigem Zubehör bestückt sind.

Maik Lenke dankte für die große Unterstützung seiner Stellvertreter im vergangenen Jahr und verkündete Anfang 2017 sein Amt aus zeitlichen Gründen in andere Hände zu geben. Der bisherige Jugendgruppenleiter Matthias Meisinger wird nun die Abteilungsleitung bei diversen Tätigkeiten begleiten, um dann im nächsten Jahr diesen Job übernehmen zu können.

Über die 44 Einsätze der Ersthelfergruppe informierte Leiter Arben Djokaj. Bis die Rettungskräfte aus beispielsweise Lörrach oder Müllheim eintreffen, überbrücken die First Responder im Durchschnitt 10 bis 16 Minuten. Christophe Barreca übernimmt zukünftig die stellvertretende Leitung der Gruppe.

Jugendgruppenleiter Matthias Meisinger berichtete von den Aktivitäten der Jugendfeuerwehr. Höhepunkt war der zweite Platz beim Pokalwettkampf der Kreisjugendfeuerwehr. Bedauerlich sei der Zustand des selbstumgebauten Küchenwagens. Man habe bis jetzt noch keine geeignete Unterstellmöglichkeit gefunden. Momentan stehe der Wagen auf dem Bauhof neben dem Salzlager, was ihm sehr zusetze.

Obmann Bernd Schöpflin erzählte von Ausflügen und Veranstaltungen der 21 Kameraden der Altersmannschaft sowie den 27 Sängern des „Füürwehrchörlis“. Der Förderverein unterstützte die Wehr bei der Anschaffung von Polo-Shirts und beim Rafting-Ausflug nach Österreich, wie Barreca aufzeigte.

Bürgermeister Christian Renkert sprach ein herzliches Dankeschön an die Abteilung aus. Es werde noch einige Kraftanstrengung bis zum Einzug ins neue Gerätehaus nötig sein, doch man sei nun auf der Zielgeraden.

Kommandant Günter Lenke bedankte sich besonders bei der Abteilungsführung für die vielen Stunden, die für die Planung des neuen Gerätehauses investiert wurden. Er freue sich nun auf hoffentlich tolle Stunden im neuen Heim der Abteilung.

Die Abteilungskommandanten Florian Sattler aus Schliengen sowie Marco Maier aus Bad Bellingen dankten für die hervorragende Zusammenarbeit und den riesigen Spaß bei Übungen.

Der Leiter des Polizeipostens Kandern, Peter Müller, dankte für die tolle Arbeitsleistung der Wehr und bat auch um Verständnis, dass die Polizei nicht überall präsent sein könne. So auch bei der Umzugsbegleitung an Fasnacht, welche die Feuerwehr übernommen hatte.

 Atemschutzgeräteträger: Carsten Haupt und Kai Stüber

  Maschinisten: Bernd Maier, Peter Auffermann und Philipp Lang

  Jugendgruppenleiter: Daniel Skoruppa, Kai Stüber, Philipp Lang, Kim Wagner und Anika Lenke

  Sanitäter: Kai Stüber und Kim Wagner

  Fahrsicherheitstraining: Bernd Maier und Philipp Lang