Kandern First Responder weiter sehr gefragt

25 Jahre bei der Feuerwehr ist Kurt Sänger (links). Thomas Amrein ist sogar schon 40 Jahre Feuerwehrmitglied.                Foto: Schütz Foto: Weiler Zeitung

Die First-Responder-Gruppe, also die Ersthelfer der Abteilung Tannenkirch, wird immer wichtiger für den Notfalleinsatz. Größere Einsätze für die Tannenkircher Feuerwehrabteilung waren ein recht kurioser Waldbrand und der überregionale Großeinsatz in Maulburg im November, als dort Starkregen die Trinkwasserversorgung bedrohte. Ein neues Fahrzeug wurde der Abteilung im November übergeben.

Von Jutta Schütz

Kandern-Tannenkirch. Abteilungskommandant Thomas Amrein konnte die Mitglieder der Tannenkircher Abteilung, die Altersmannschaft, Gesamtkommandant Günter Lenke und viele Freunde der Feuerwehr zur Mitgliederversammlung begrüßen.

Schriftführer Frank Höferlin hielt einige interessante Details zu den 18 Einsätzen seit der letzten Versammlung parat. Die Abteilung beteiligte sich im Februar am Tag der offenen Tür der Feuerwehren des Landkreises, stellte den Maibaum auf und richtete das Fasnachtsfeuer aus. Mehrere Übungen, darunter eine große im März auf dem Höferlin-Hof, wurden abgehalten. Mit den Kindern der Schule Tannenkirch wurde die Evakuierung des Schulgebäudes geübt.

Besonders freuten sich Thomas Amrein und Frank Höferlin darüber, dass mit Elmar Zuklic ein Neubürger aus dem Hüttstall zur Abteilung dazu gekommen ist. „Derzeit sind wir 17 Feuerwehrmänner und zwei Feuerwehrfrauen. Das ist gut, aber bei so einem großen Dorf könnten wir mehr Nachwuchs gebrauchen“, sagte Amrein.

Kurios war der Waldbrand, der sich am 31. März ereignet hat. „Da ging es zu wie beim Ohnesorg-Theater“, kommentierte Amrein. Verursacht wurde der Brand nämlich durch einen vorsätzlich angezündeten Jägerstand. Vorab waren zwei Jagdpächter aneinander geraten. „Der eine, der nun nicht länger Jagdpächter war, wollte, dass der verbliebene Jagdpächter ihm seine Hochsitze für je 3000 Euro abkaufen sollte – das hat dieser aber abgelehnt“, berichtete Amrein auf Nachfrage. Aus Wut steckte der ehemalige Jagdpächter den Hochsitz in Brand. „Das Ganze geriet außer Kontrolle, und dann stand ein Waldstück in Flammen, da wurden wir zum Löschen gerufen“, so Amrein.

Der zweite große Einsatz bei einem Starkregenereignis vor wenigen Wochen in Maulburg rief dann fast alle Wehren im Kreis auf den Plan. „Mit hunderten Feuerwehrleuten bauten wir mit Sandsäcken Dämme, um die Quelle zu sichern“, so Frank Höferlin.

Arben Djokaj berichtete für die First-Responder, dass deren Einsatzbereitschaft immer häufiger gefragt wäre. „Wir sind oft die ersten, noch vor dem Notarzt, die vor Ort sind“, hielt er fest. 33 Einsätze hatte das Team bis November, davon 13 in Tannenkirch, fünf in Sitzenkirch und vier in Riedlingen. Dabei war alles – vom Forstunfall bis zu Suizid. „Manches geht einem wirklich nah“, sagte Djokaj, der sich bei dieser Gelegenheit auch beim Musikverein Tannenkirch für eine Spende über 1000 Euro an die Ersthelfer bedankte.

Ehrungen und Lob

Abteilungskommandant Thomas Amrein für 40 Jahre in der Feuerwehr, eingetreten war er 1976 in die Jugendfeuerwehr Rheinfelden, sowie Kurt Sänger, seit 25 Jahren in der Feuerwehr, der 1991 eintrat und nun Oberfeuerwehrmann ist.

Am häufigsten zur Probe kamen Vito Bacigalupo, Markus Braun, Kurt Sänger, Andreas Volk, Sascha Blum, Natascha Siegin, Walter Weiss und Thomas Amrein.

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