Kandern Hinter jedem Türchen eine kleine Übungseinheit

Kandern - Wer sagt eigentlich, dass ein Adventskalender nicht auch lehrreich sein darf? Bei der Stadtabteilung der Feuerwehr Kandern jedenfalls hat man sich für ein solches Format entschieden, um dem erneut ausgefallenen Übungsbetrieb etwas entgegenzusetzen.

Hinter jedem „Türchen“ verbarg sich etwas Wissenswertes über die Ausübung der vielfältigen Tätigkeiten bei der Feuerwehr. Die Mitglieder, die sich an der Aktion aktiv beteiligt hatten, sendeten ihre bis zu zehnminütigen Botschaften per Videospot, Powerpoint-Präsentation oder Bildern an die WhatsApp-Gruppe der Feuerwehrabteilung.

Die anderen lernten dabei ganz nebenbei etwas über das Hygienekonzept der Feuerwehr (erstes Türchen) darüber, welche Geräte wo bei den einzelnen Fahrzeugen sind, oder wie sich ein Angriffs- oder Atemschutztrupp richtig ausrüstet. Ebenso wurden das Vorgehen und Bereitstellen bei diversen Hilfeleistungsszenarien übermittelt.

Das letzte Türchen an Heiligabend übernahm Abteilungskommandant Matthias Meisinger selbst. Er wandte sich mit Dankesworten für das Geleistete an seine Abteilung. Denn die hatte sich unter den erschwerten Bedingungen sehr diszipliniert gezeigt, so Meisingers Lob.

Die Idee zum Adventskalender hatte er zusammen mit seinem Stellvertreter Florian Sprich. Zunächst waren längere Übungseinheiten, jeweils an den Adventswochenenden, geplant. Doch schließlich wollte man lieber jeden Tag ein bisschen was bieten. Herausgekommen sei ein interessanter, abwechslungsreicher Adventskalender, wie Meisinger sagt, für den er viel positives Feedback erhalten habe.

Es gibt Überlegungen, die gelungene Aktion nun einmal pro Woche fortzusetzen, solange der Trainingslockdown anhält. Am kommenden Mittwoch findet eine Online-Übung statt. „Dabei geht es darum, in Kontakt zu bleiben. Denn die Feuerwehr lebt auch von der Kameradschaft“, erklärt der Abteilungskommandant.

„Wir waren immer einsatzbereit. Das spricht für unser Konzept“, betont Meisinger rückblickend. Übungsbetrieb gab es immerhin nach dem ersten Lockdown von Juni bis Anfang November. Die rund 40-köpfige Stadtabteilung wurde in zwei Gruppen eingeteilt, die sich jeweils unabhängig voneinander trafen. Durchschnittlich zwölf Personen kamen so zusammen, die auf zwei bis drei Fahrzeuge aufgeteilt wurden. Maximal sechs Personen pro Fahrzeug waren erlaubt.

Wichtig waren diese Übungen nicht nur für die Feuerwehrleute, sondern auch für die Geräte. „Die Technik muss bewegt werden“, erklärt Meisinger. Was die Mitglieder betrifft, gebe es zwar ein gewisses Grundwissen, auf das man aufbauen könne, aber eben auch komplexere Themen, die es immer wieder zu trainieren gilt. „Die Feuerwehr ist nicht nur zum Feuerlöschen da“, betont Meisinger. Die Hilfeleistung oder auch Sonderfahrzeuge wie zum Beispiel die Drehleiter erforderten ein sehr hohes Ausbildungsniveau.

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