Kandern Hochsaison für Wanderer

Die Schwimmbadsaison ist zwar vorbei. Die Saison für Wanderer indes hat in Kandern gerade erst richtig begonnen. Am besten weiß Claudia Röder von der Tourist-Information Kandern, welche Angebote und Attraktionen bei Einheimischen und auswärtigen Gästen gut ankommen. Sie berichtet zudem von drohenden Engpässen bei Hotel-Unterkünften.

Von Alexandra Günzschel

Kandern. Ein durchschlagender Erfolg, so viel lässt sich jetzt sagen, ist der Wandergolf-Parcours mit Stationen in ganz Kandern, der im Frühjahr eröffnet wurde. Diese Attraktion werde sehr gut angenommen, sagt Claudia Röder, „bei Personen jedes Alters“. Ob Familien, Touristen, Schulklassen, bei Betriebsausflügen oder Klassentreffen – die Reaktionen seien durchweg positiv, sagt die Tourismusbeauftragte der Stadt.

Neue Attraktion

Es gab schon Wandergolfer, die extra aus Schliengen oder Bad Bellingen gekommen sind. Oft werde das Equipment am Bahnhof ausgeliehen, gerade sonntags, wenn das „Chanderli“ fährt. Der Ausflug mit der Museumsbahn kann dann gut mit einer Runde Wandergolf verbunden werden.

Der Dauerbrenner

Ein beliebter Dauerbrenner für Kunstinteressierte ist der August-Macke-Rundweg in Kandern, der dank Info-Tafeln auch selbstständig, ohne eine Führung, begangen werden kann. Der berühmte Maler war einige Male in Kandern zu Besuch und hat dort Spuren in Form von Kunstwerken hinterlassen.

Viele Wanderwege

Gerne beantwortet Claudia Röder auch ganz spezielle Anfragen, wie etwa kürzlich die nach einer möglichst „sonnigen Wanderung“. Sie schlug den Weg über den Häßler in Richtung Sitzenkirch vor, und als Alternativen eine Wanderung in Richtung Tannenkirch oder zur St. Johannisbreite. Oft wird sie auch nach dem Einstieg in die Wolfsschlucht gefragt oder nach dem Planetenweg, von dem viele gehört haben.

Bei der Tourist-Information laufen auch Informationen über Schäden entlang der Waldwege zusammen. Röder bekommt sie vom Forstamt, vom Schwarzwaldverein oder von Wanderern und kann deshalb aktuelle Ratschläge geben, zum Beispiel im Hinblick auf die beiden beliebtesten Grillplätze in der Wolfsschlucht und auf der Staig. Denn größere Gruppen melden sich in der Regel vorher an, was eine bessere Koordinierung ermöglicht.

Bis weit in den Oktober hinein dauert die Wandersaison in Kandern. „Sobald das Wetter umschlägt, kann es damit aber auch schnell vorbei sein“, spricht Claudia Röder aus Erfahrung.

Übernachten

Ein wenig besorgt ist die Tourismusbeauftragte wegen der sinkenden Zahl an Hotelbetten im Ort. So seien schon im Gästehaus „Sonne“ Zimmer aufgegeben worden. Weitere 40 Betten fallen weg, wenn das Hotel „Zur Weserei“ Mitte November schließt. Röder hofft deshalb, dass sich für das Haus eine Nachfolgeregelung ergibt.

Denn Hotelzimmer für eine Nacht sind gerade bei Wanderern gefragt, auch deshalb weil Kandern als Etappenpunkt auf dem Westweg liegt. Problematisch ist der Wegfall von Hotelzimmern darüber hinaus für größere Gruppen, die dann nicht mehr zusammen untergebracht werden können. Die Ferienwohnungen sind hierfür kein geeigneter Ersatz.

Engpässe bei den Unterkünften erwartet Claudia Röder zum Beispiel an den kommenden Wochenenden, wenn der Keramikmarkt oder auch der Kunsthandwerkermarkt in Holzen wieder ein spezielles kunstinteressiertes Publikum anziehen, und gleichzeitig die Aussteller nach Unterkünften suchen. Da bleibt dann oft nur ein Ausweichen auf das Umland.

Weitere Informationen: Tourist-Information Kandern, Hauptstraße 18, Tel. 07626/ 97 23 56, E-Mail: verkehrsamt@kandern.de

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