Kandern Lange-Ebene-Hütte soll wieder aufgebaut werden

Vorerst kann der Brandort nicht aufgeräumt werden. Foto: zVg

Kandern-Sitzenkirch -  Bei der jüngsten Sitzung des Ortschaftsrats Sitzenkirch ging es auch um die Lange-Ebene-Hütte. Diese wurde am 26. März niedergebrannt, nachdem es bereits zwei Tage zuvor einen ersten Versuch dazu gegeben hatte (wir berichteten). Dies war der Punkt der Tagesordnung, der am meisten Zeit in Anspruch nahm und über den am längsten diskutiert wurde.

Wichtig für Wanderer

Ortsvorsteher Tobias Buss bat den ehemaligen Ortsvorsteher, Ernst-Peter Scherer, zu Wort, welcher in dieser Sache bereits aktiv geworden ist. Scherer wurde in den Tagen nach Bekanntwerden des Brandes oft angesprochen und erhielt viele Anrufe aus einem weiten Einzugsgebiet, wie er sagte. Aus den von ihm geschilderten Gesprächen ging hervor, dass die Schutzhütte bei weitem nicht nur für die Einwohner von Sitzenkirch wichtig ist – die Lange-Ebene-Hütte sei in weiten Kreisen bekannt und ein wichtiger Punkt für Wanderer, sagte Scherer.

Auch die Tatsache, dass die Hütte in die Westweg-Wanderkarte eingezeichnet und im Internet als Schutzhütte mit Übernachtungsmöglichkeit ausgewiesen ist, verdeutliche die Dringlichkeit der Wiederherstellung.

Hütte steht im Staatswald

Nicht zuletzt sei die Hütte auch ein zentraler Bestandteil der jährlichen Holzversteigerung, wie Buss im Gespräch mit unserer Zeitung sagte. Dort ist sie auch für den Kanderner Revierförster Reiner Dickele wichtig, der für eine Wiederherstellung auch seine Unterstützung zugesagt hat.

Weil die Lange-Ebene-Hütte nicht auf Sitzenkircher Gemarkung, sondern im Staatswald steht – wenn auch nur einige Meter –, liegt sie im Zuständigkeitsbereich von ForstBW. Ein Anruf Scherers beim Revierförster des ForstBW zeigte, dass Schutzhütten nicht generell als notwendig gesehen werden.

Hier merkte Buss jedoch an, dass es bisher nur zu kleineren Schäden gekommen war und sowohl die Reparatur als auch die Reinigung ohnehin vom Ortsvorsteher oder dem Ortschaftsrat durchgeführt wurden.

Im zweiten Anlauf gab es von Forstbezirksleiter Thomas Unke des ForstBW eine schnelle Rückmeldung auf das Anliegen: Die Versicherung sei informiert und wird zeitnah einen Sachverständigen beauftragen.

Einigkeit, dass die Hütte wiederaufgebaut werden muss

Erst wenn dieser Termin stattgefunden und die Versicherung die Freigabe erteilt hat, kann mit Aufräumarbeiten angefangen werden. „Bis dahin kann an der Brandstelle nichts gemacht werden“, sagte Buss auf Nachfrage unserer Zeitung. Auch der weitere Verlauf ist abhängig vom Sachverständigengutachten.

Unter den Räten bestand Einigkeit, dass die Hütte wiederaufgebaut werden muss und dies auch baldmöglichst erfolgen soll. Ortschaftsrat Stephan Bleckmann merkte an, dass dies auch ein Anliegen des Tourismus sein müsse, denn der Wald gilt als Erholungsgebiet. Buss wird zunächst die Tourismusinformation ansprechen und dann weitere Aktionen einleiten.

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