Kandern Marina Ertel ist die sechste Kandidatin

Marina Ertel Foto: zVg

Kandern -  Die sechste Kandidatin für das Bürgermeisteramt in Kandern heißt Marina Ertel. Sie ist kommissarische Vorsitzende des Ortsvereins Weil am Rhein-Kandern der Partei „Die Linke“ und wohnt in Kandern.

Die 36-Jährige hat sich erst sehr spät zu einer Kandidatur entschlossen. Ihre Bewerbung reichte sie kurz vor Fristende beim Kanderner Rathaus ein (wir haben berichtet).

Ertel ist seit 2017 Mitglied der Linken. Seinerzeit hat sie den Ortsverein Weil-Kandern mit gegründet. Nach dem Ausscheiden des Vorsitzenden David Trunz hat sie kommissarisch den Vorsitz übernommen. In Kandern war sie unter anderem im Kino-Verein und beim BUND engagiert.

Ertel erklärt auf Nachfrage, dass ihr für die Stadt Kandern die Reaktivierung der Kandertalbahn bis nach Basel wichtig sei - ein Ziel, für das sie sich vor längerer Zeit schon beim BUND eingesetzt habe. Vorstellen kann sie sich außerdem den Ausbau des Kanderner Freibads, etwa mit einer Erweiterung als Hallenbad. Dabei hat Ertel Möglichkeiten zur Gesundheitsförderung, etwa Funktionstraining, im Sinn.

Als „Mitglied der Landerarbeitsgruppe Hartz 4“ ist Ertel zudem der Meinung, weitere integrative Projekte in Kandern sollten ausgebaut werden, wie sie sagt. Als Beispiel, wie so etwas aussehen könnte, nennt sie das „Glashaus“ am Chesterplatz in Lörrach.

Bundespolitisch interessiert sich die Kandidatin für die Themen Mindestrente sowie für eine Mindestsicherung. Das geht aus ihrer Bewerbung als Bundesparteitagsdelegierte hervor. Die Zukunft sieht sie in einem bedingungslosen Grundeinkommen (BGE).

„Mir liegen die Natur und Umwelt sehr am Herzen und so würde ich gerne beispielsweise die Massentierhaltung mitbeenden wollen, und auch für den Klimaschutz soll mehr getan werden“, erklärt Ertel weiter.

„Außerdem wünsche ich mir den weiteren Ausbau des ÖPNV, der barrierefrei und informativ gestaltet werden sollte“, so Ertel. Dafür hat sie automatische Einstiegshilfen für Behinderte und alte Menschen sowie die Möglichkeit zur Nutzung von freiem W-Lan in den Bussen und Bahnen im Sinn.

„Die flächendeckende Einführung eines Sozialtickets für einkommensschwache Menschen sollte gewährleistet werden“, legt die Kandidatin darüber hinaus ihre Vorstellung zum Thema ÖPNV dar.

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