Kandern Mit anderthalb Metern Abstand

Silke Hartenstein
Zum Fahrradübungsparcours wurde kürzlich der Blumenplatz in Kandern. Foto: Silke Hartenstein

Kanderns Blumenplatz gehörte einen Nachmittag lang den jungen Radfahrern. Dort lief die kreisweite Kampagne „Mit Abstand sicher“. Dabei übten Kinder unter Anleitung der Polizisten von der Verkehrsprävention ihre Geschicklichkeit auf dem Fahrradparcours.

Von Silke Hartenstein

Kandern. Erwachsene konnten mit der Virtual-Realitiybrille der Kreisverkehrswacht kritische Verkehrssituationen nachempfinden. Das Team Radverkehr des Landratsamts informierte über Sicherheitsabstand und Radfahren im Landkreis und die IG Velo war mit Lastenfahrrad und Infomaterial vor Ort.

Dass Autofahrer beim Überholen einem Radfahrer nicht auf die Pelle rücken dürfen, ist den meisten Verkehrsteilnehmern klar. Wie breit die seit April 2020 geltenden gesetzlichen Überholabstände sind, wissen jedoch längst nicht alle. Bereits die innerorts vorgeschriebenen 1,5 Meter sind einiges breiter als man denkt, von den zwei Metern Abstand außerorts ganz zu schweigen.

Diese Abstände lassen sich in der Regel nur dann einhalten, wenn der Autofahrer zum Überholen einen Teil der Gegenfahrbahn nutzt. „Ist das nicht möglich, muss das Kraftfahrzeug hinter dem Radfahrer bleiben und kann erst überholen, wenn die Gegenspur zum Ausscheren frei wird“, stellt Radverkehrsbeauftragte Alexandra Bühler klar.

Im Rahmen der Kampagne „Mit Abstand sicher“ wurden große Banner in den teilnehmenden Gemeinden aufgestellt und Plakate entlang von Schutzstreifen gehängt. Auf dem Kanderner Blumenplatz veranschaulichte eine Bake den innerorts geltenden Mindestabstand: 1,5 Meter lagen zwischen dem dort angelehnten Fahrrad und dem an der Bake fixierten Autorücklicht.

Fahrradkarten und mehr

Auch der Servicecharakter spielte eine Rolle: Am Stand der Stabsstelle Strukturpolitik und nachhaltige Mobilität gab es Fahrradkarten für Landkreis und Dreiland-Radregion sowie die Kinder-Freizeitkarte des Landkreises. Zum Stand der Polizei gehörten reichlich Mineralwasser, T-Shirts, signalgelbe Schlauchtücher, Ballons und reflektierende „Klackbänder“ für die jungen Parcoursradler.

Der Zuspruch, so die Vertreter der teilnehmenden Institutionen, sei angesichts der Hitze in Ordnung. Zudem könnten so die Kinder den Parcours gleich mehrmals fahren, meinte Thomas Koch vom Referat Verkehrsprävention: „Man merkt, es wird jedes Mal besser.“

 Beim Kanderner Kinderferienspaß kommt die Verkehrsprävention Lörrach am Donnerstag, 1. September, von 9.30 bis 11.30 Uhr mit einem Fahrradparcours für Kinder von acht bis zwölf Jahren auf den Hof der Grundschule Kandern. Anmeldungen hierfür sind bei der Tourist Information Kandern möglich.

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