Kandern Mit Radwegen bei Touristen punkten

Feuerbach im Nebel Foto: Alexandra Günzschel Foto: Weiler Zeitung

Auch im Ortschaftsrat in Feuerbach war die Bewerbung der Stadt als ELR-Schwerpunktgemeinde Thema. Konkret geht es nun um förderwürdige Projekte in den Ortsteilen. Ortsvorsteher Martin Greiner informierte das Gremium über die Ergebnisse der Bürgerwerkstätten, in denen Plus- und Minuspunkte sowie Ideen herausgearbeitet wurden.

Von Jutta Schütz

Kandern-Feuerbach. Eine Bürgerin steuerte eine neue Anregung bei: die Errichtung eines Backhauses. Für diesen Vorschlag gab es sofort Zuspruch: „Ein ganz tolles Projekt“, fand nicht nur Greiner.

Die Bürgerin begründete ihren Vorstoß damit, dass im Dorf zum einen ein Treffpunkt fehle und zum anderen das Interesse an selbst gemachten Produkten ständig wachse. Zudem gebe es jetzt noch die älteren Frauen im Ort, die „wissen, wie man richtig gutes Brot backt, und die könnten ihr Wissen weitergeben“, führte sie aus. Ein regelmäßig stattfindender Backtag, bei dem man Brot, aber vielleicht auch Weckle, Pizza, Waie oder Flammkuchen backen könnte, wäre sicher auch Anlass, sich vor Ort zu treffen, überlegte sie.

Greiner erwähnte bei den positiven Aspekten für das Dorf die Lage in einer schönen Landschaft und hier besonders die Streuobstwiesen – diese jedoch seien gefährdet, weil niemand mehr Bäume nachsetzt, alte abgängig sind oder durch Misteln geschädigt werden.

Positiv ist auch der Zusammenhalt der Bürger und der Vereine – wobei diesen zunehmend Mitglieder fehlen. Gesangverein und Feuerwehr suchen Nachwuchs.

Ansonsten sei die Wunschliste lang, bemerkte Greiner. Eine Dorfwirtschaft fehle vor allem als Treffpunkt, aber auch als Anziehungspunkt für den Wandertourismus, der ÖPNV sei nicht vorhanden – ein Bürgerbus steht auf der Wunschliste. Auch ein schöner Dorfplatz als Treffpunkt und Dorfmittelpunkt existiert bisher nicht.

Was nicht nur Greiner ziemlich wurmt, sind die fehlenden Radwegverbindungen. „Das Radwegenetz in Kandern ist ein Flickenteppich, alles nur Stückwerk, das dauert alles viel zu lang, dabei würde man damit nicht nur bei Bürgern, sondern auch bei Touristen punkten“, hieß es übereinstimmend im Rat. „Ein Radweg von Feuerbach nach Riedlingen wäre schon mal ein Plus“, sagte Greiner.

Fortschritte bei der Internetanbindung

Das fehlende schnelle Internet ist im Ort in Sachen Wunschliste ein Dauerthema. Jetzt allerdings kommt im Rahmen des Breitbandausbaus über den Zweckverband und die Telekom wirklich Bewegung in die Sache. Große Kabelrollen stehen schon am Dorfeingang.

„Im Dorf wird es jetzt recht schnell einen neuen Verteilerkasten geben, von dort aus werden seitens der Telekom die Kupferkabel ‚aufgerüstet‘, mindestens 30 MB sind zugesagt und damit kommt derzeit jeder normale Haushalt gut klar“, berichtete Greiner. „Wow“, kommentierte Ortschaftsrat Björn Trupp mit ironischem Unterton.

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