Kandern Politik in der Verantwortung

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Der Landtagsabgeordnete Jonas Hoffmann und die Bürgermeisterin von Kandern, Simone Penner, sahen bei ihrem gemeinsamen Gespräch drei Herausforderungen für die Kommune.

Kandern. Hierbei wurde über den Verkehr in Kommunen, den Fachkräftemangel bei Kitas und Kindergärten sowie die Kandertalbahn gesprochen, heißt es in einer Pressemitteilung.

Fachkräftemangel wichtiges Thema im Gespräch

Den Einstieg in das Gespräch bildete der Fachkräftemangel. Allein in der Stadt Kandern fehlen aktuell viele Kitaplätze. 20 davon könnten durch einen Naturkindergarten besetzt werden. „Der Bauwagen ist fertig und sofort einsatzbereit, die notwendige Genehmigung steht jedoch noch aus“, so Penner. Die Bürgermeisterin sieht hier die Verantwortung in der Politik, denn ohne gute Bedingungen für die Fachkräfte und Gelder, welche durch das Land und den Bund den Kommunen bereitgestellt werden, können keine neuen Kindergärten und Kitas in Zukunft geplant und betrieben werden.

Aufmerksam macht Hoffmann auf das Problem, dass in den nächsten Jahren 400 000 Arbeitnehmer dem Arbeitsmarkt zugeführt werden müssen und gerade in den Bereichen Bildung und Pflege die Digitalisierung und Automatisierung von Aufgaben hier keine ideale Lösung bringen könne. „Pflege und Bildung leben zu großen Teilen von persönlichem Kontakt“, so der Sprecher für digitales Leben der SPD im Landtag. Viel wichtiger sei es, die Voraussetzungen für Anforderungen an Erzieher auch auf Landesebene zu prüfen und gegebenenfalls anzupassen, sagte die Bürgermeisterin laut der Pressemitteilung.

Verkehrspolitik mit Kandertalbahn diskutiert

Das zweite große Thema des Gesprächs war der Verkehr. Schon länger gebe es eine Debatte um die Befähigung von Kommunen, Tempolimits im Ortskern selbstständig anpassen zu können. „Hier muss die Bundesregierung an die Gesetze dran, die Gesetzesinitiative im Bund läuft“, so der Verkehrspolitiker Hoffmann. Bei Anpassungen von Tempo-30-Zonen und anderen Höchstgeschwindigkeiten durch die Kommunen könnte eine Anpassung der Straßenverkehrsordnung laut Hoffmann zu drei möglichen Vorteilen führen: Der Verkehrslärm könne sich reduzieren, die Verkehrssicherheit könne erhöht und die Lebensqualität in Gemeinden verbessert werden.

Darüber hinaus steht auch die verkehrspolitische Debatte um die Kandertalbahn im Landkreis Lörrach im Raum. „Auch ich würde mir wünschen, dass eine S-Bahn im Kandertal fährt, aber die Diskussion muss auf nachvollziehenden Fakten basieren“, so Hoffmann. Sowohl Penner als auch Hoffmann schauen daher gespannt auf die aktualisierte Verkehrsstudie, welche von Landkreis und Kommunen in Auftrag gegeben wurde und die hoffentlich zu einer Versachlichung der Debatte führt, ist der Pressemitteilung zu entnehmen.

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