Kandern Professionell und aufwendig inszenierte Geburtstagsshow

Cellist Jhon Hernandez und der Musikverein begeistern mit „Cry me a river“ Foto: Silke Hartenstein Foto: Weiler Zeitung

Kandern-Wollbach (sih). Mit Stil, Elan und Können feierte der Musikverein Wollbach am Wochenende den Einstieg in sein Jubiläumsjahr. Swingender Big Band Sound, groovende Rhythmen, mitreißende Gesangssolisten und eine „ultimative“ Lightshow“ rissen die Zuhörer in der am Freitag nahezu und am Samstag brechend vollen Kandertalhalle zu stehenden Ovationen hin, erst nach Zugaben ließen sie die Musiker gehen.

Anstelle eines traditionellen Festakts zum 150-jährigen Vereinsbestehen bot das um Streicher, Piano und E-Gitarre bereicherte Blasorchester unter Oliver Hausers Leitung eine professionell und aufwendig inszenierte Geburtstagsshow mit hohem musikalischem Anspruch.

Die Festschrift wiederum erscheint in Form eines Booklets für die eigens für das Jubiläum produzierte CD „Still feelin’ good“. Stück für Stück wurde bei den Konzerten das Geheimnis gelüftet, welche Songs auf dieser CD zu hören sind. Jazzstandards machten einen guten Teil der CD und des Programms aus, dazu kamen Rhythm ’n Blues, Bossa Nova und swingend arrangierte Songs von Simply Red und Christina Aguilera.

Auch für Hauser war es ein kleines Jubiläum, seit 20 Jahren leitet er nun den jungen Musikverein, dessen Altersdurchschnitt bei 33 Jahren liegt. Homogen, präzise, dynamisch und mit großer Spielfreude agierten die Musiker zum Jubiläumskonzert als Big Band Orchestra und boten den Gesangssolisten Daniel Vorburger, Christina de Groote, Anuschka La Vecchia und Raija Kuckuk eine voluminöse Basis, auf der sich die schönen Stimmen bestens entfalten konnten.

Auch aus den eigenen Reihen präsentierten sich Gesangstalente: Dirigent Hauser überzeugte als Solist bei „Fly me to the moon“ mit präziser Intonation und ausdrucksvoller Phrasierung, während die Musiker Jutta Schmidt und Ralf Ernst als souveränes Duett bei „Some thing Stupid“ das Publikum angenehm überraschten. Nur zwei reine Instrumentalstücke gab es zu hören, darunter die Jazzballade „Cry me a river“, hier begeisterte Cellist Jhon Hernandez mit großem Können und Ausdruck.

Großen Applaus gab es immer wieder, sei es bei den ausgefeilten Harmonien samt pfiffiger Choreographie des Terzetts de Groote, La Vecchia und Kuckuk mit ihrer Interpretation von „Candyman“ oder bei Forborgers mit geschultem swingenden Bariton interpretiertem Song „Americanos“. Anuschka La Vecchia wiederum rockte als Solistin, etwa bei Holly Johnsons „Reet Petite“, mit Juchzern, rollendem „R“ und viel Charme die Halle.

Zum gelungenen Jubiläumskonzerterlebnis trug auch Moderator Matthias Zeller vom Südwestrundfunk bei. Professionell, mit Charme und Humor lockerte er die Veranstaltung durch kurze Interviews auf, ließ sich vom Alt-Ortsvorsteher, Alt-Musikvereinsvorsitzenden und langjährigem Blasmusiker Karl Reinacher erklären, was ein „Täfelibueb“ ist.

  Die CD „Still feelin’ good“ ist für 15 Euro bei den weiteren Veranstaltungen im Jubiläumsjahr 2015 zu haben. Als nächstes folgt am Sonntag, 8. Mai, das Doppelkonzert mit dem Verbandsjugendorchester Hochrhein in Kanderns evangelischer Kirche.

Sie möchten alle Nachrichten aus Ihrer Gemeinde lesen?
Dann testen Sie unser ePaper – 3 Wochen völlig gratis und unverbindlich! Klicken Sie HIER.

Newsticker

blank

Umfrage

AKK

Verteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer (CDU) wird als Merkel-Nachfolgerin gehandelt. Laut einer Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Insa traut die Mehrheit der Deutschen ihr das Amt der Bundeskanzlerin aber nicht zu. Wie stehen Sie dazu?

Ergebnis anzeigen
loading