Kandern Sägeholz kommt an bei Industrie und Handwerk

SB-Import-Eidos
Die angebotenen Stämme mussten nicht lange auf interessierte Käufer warten.                         Foto: FBG Dreiländereck

Kandertal/Rebland. Bei der kürzlich durchgeführten Eichen-Buntlaubholz-Ausschreibung der beiden Forstbetriebsgemeinschaften (FBG) Dreiländereck und Kleines Wiesental in Kooperation mit dem Staatswald konnten für die Waldbesitzer äußerst erfreuliche Ergebnisse erzielt werden.

Aus dem Kommunal- und Privatwald wurden 743 Festmeter Stammholz bereitgestellt, aus dem Staatswald 190 Festmeter. Bei der Eichen-Buntlaubholz-Ausschreibung wird gutes bis sehr gutes Sägeholz angeboten, für das sich vor allem die Sägeindustrie sowie kleinere und größere Handwerksbetriebe interessieren.

Vierzehn Angebote kamen aus Deutschland, der Schweiz, Frankreich und Österreich. Alle angebotenen Stämme konnten verkauft werden. Im Schnitt wurde jedes Verkaufslos achtmal beboten. Trotz geringerer Angebotsmenge als im Vorjahr konnte für das diesjährige Holz ein Gesamterlös von 322 000 Euro erzielt werden, der deutlich über dem des Vorjahres lag. Der durchschnittliche Erlös je Festmeter betrug 430 Euro (Staatswald: 458 Euro) und lag damit etwa 60 Prozent über dem Wert des Vorjahres.

Der Spitzenstamm stammte aus dem Staatswald und erbrachte 1376 Euro je Festmeter. Mit 1243 Euro je Festmeter folgte eine Eiche aus der Gemeinde Efringen-Kirchen, die mit diesem einzelnen Stamm (3,5 Festmeter) insgesamt 4300 Euro erlöste.

Der Aufwand für die gesonderte Holzbereitstellung lohnt sich: Gegenüber dem sogenannten Orientierungspreis, wie er beim „Freihand-Verkauf“ an der Waldstraße erzielt würde, lagen die Mehrerlöse bei knapp 106 000 Euro. Damit blieben selbst unter Abzug der Aufwendungen durchschnittlich etwa 100 Euro je Festmeter mehr in der Kasse der Waldbesitzer.

Diese erfreulichen Ergebnisse für die Waldbesitzer zeigen die ungebrochene Nachfrage nach Eichenholz aller Qualitäten. Die starken Eichen haben ein langes Baumleben hinter sich, während dessen sie Schutz und Nahrung für die Tiere des Waldes lieferten, Sauerstoff produzierten, den Boden festhielten, zum Schutz des Grundwassers beitrugen und mit ihrem prächtigen Anblick die Menschen erfreuten.

Demnächst dienen sie als Möbel-, Fußboden- oder Fassholz für lange Zeit weiterhin den Menschen, nicht zuletzt auch durch ihre Funktion als CO²-Speicher. Währenddessen wächst im Wald bereits die nächste Generation nach, heißt es in einer Mitteilung der FBG Dreiländereck mit Sitz in Kandern.

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