Kandern Schuppen wird Raub der Flammen

Kandern-Wollbach (ag). Zu einem Brand mit rund 20 000 Euro Sachschaden ist es am Mittwochabend in Wollbach gekommen. Brandort war der Festplatz unterhalb des Sportgeländes, wo der Schuppen der Festivalreihe „Krach am Bach“ ein Raub der Flammen wurde. Drei Jugendliche haben gestern Mittag zugegeben, das Feuer durch Zündelei ausgelöst zu haben.

Das Feuer wurde gegen 19.50 Uhr von einer Anwohnerin sowie Sportlerinnen entdeckt und sofort über den Notruf gemeldet. Zufälligerweise führte die örtliche Feuerwehr gerade eine Übung durch und war deshalb rasch am Brandort.

Trotz der sofortigen Löschmaßnahmen war die Hütte nicht mehr zu retten.

Schnell hegte die Polizei den Verdacht, es könnte sich um Brandstiftung handeln. Die Brandstelle wurde abgesperrt und Ermittlungen aufgenommen. Gewissheit erlangten sie, als gestern die drei geständigen Jugendlichen in Begleitung eines Erwachsenen zur Brandstelle kamen. Gegen sie wird nun wegen fahrlässiger Brandstiftung ermittelt.

Ein riesiger schwarzer Rauchpilz lag am Mittwoch über der Brandstelle, nach Alarm und Ausrückordnung der Feuerwehr Kandern rückten die Abteilungen Wollbach unter der Leitung von Gerhard Probst, Holzen unter der Leitung von Helmut Zumkehr und Kandern unter der Leitung von Maik Lenke mit neun Fahrzeugen und 65 Einsatzkräften aus. Die Einsatzleitung übernahm Kommandant Günter Lenke unterstützt von der Führungsgruppe.

Die Feuerwehr hatte den Brand in etwa einer Stunde gelöscht. Der Schuppen wurde jedoch komplett zerstört. Immerhin konnte das Übergreifen auf einen Container und den nahe gelegenen Wald verhindert werden. Die Brandbekämpfung erfolgte teilweise mit Atemschutzgeräten. Das Löschwasser wurde aus der Kander und dem Hydrantennetz entnommen.

Der Rettungsdienst war ebenfalls vor Ort, brauchte aber nicht einzugreifen. Und auch Ortsvorsteher Max Sütterlin machte sich vor Ort ein Bild von der Lage. Er hat sich gestern auch mit dem Team von „CcK Events“ getroffen, den Veranstaltern des Wollbacher Festivals „Krach am Bach“. Gestern Abend fand außerdem eine Krisensitzung der jungen Leute statt, die sich vor zehn Jahren das Ziel gesetzt hatten, etwas für die Jugend im Dorf auf die Beine zu stellen. „Wir wollen uns das zehnjährige Bestehen nicht kaputt machen lassen“, gab gestern Max Geling von „CcK Events“ am Redaktionstelefon die Stimmungslage wieder. Möglicherweise will man anstelle der abgebrannten Hütte ein Zelt errichten, damit das mehrtägige Festival wie geplant Anfang Juli stattfinden kann. Sicher ist Geling aber noch keineswegs, ob das Festival stattfinden kann.

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