Kandern BM-Wahl: Simone Penner wirft Hut in den Ring

In Schliengen trat sie erst kürzlich mit gutem Ergebnis gegen ihren ehemaligen Chef Christian Renkert an. Jetzt will Simone Penner Bürgermeisterin in Kandern werden. Foto: zVg

Kandern - Am Montagabend hat der Gemeinderat Kandern die Modalitäten für die Bürgermeisterwahl festgelegt. Bereits am nächsten Morgen hat sich als erste parteilose Kandidatin nun Simone Penner erklärt. Die Architektin ist in Kandern keine Unbekannte.

Simone Penner wirkte vier Jahre lang auf dem Bauamt der Stadt Kandern, bevor sie die Stadt auf eigenen Wunsch zur beruflichen Weiterentwicklung im Sommer 2019 verlassen hat, wie sie uns mitteilt. Während ihrer Zeit in Kandern war sie für die Bauaufgaben der kommunalen Gebäude zuständig. Durch ihre Tätigkeit habe sie die Kernstadt und all ihre Dörfer kennen und lieben gelernt, heißt es in ihrer Pressemitteilung weiter. „Mit den Kollegen im Rathaus, vom Bauhof, von den Schulen und Kindergärten, mit Bürgermeister, Ortschafts- und Gemeinderäten konnte ich in guter und vertrauensvoller Zusammenarbeit schon viel bewegen und gestalten“, erklärt Penner. Die Abläufe in Rathaus und Gemeinderat seien ihr vertraut.

„Ich habe schon so manche Idee, was vertieft werden muss, wo wir gut weitermachen können, aber auch, wo wir noch genauer hinschauen müssen und was wir anders machen können“, sagt die erste offizielle Kandidatin im Rennen um das Bürgermeisteramt. „Gerne komme ich wieder zurück, denn Kandern hat viele tolle Menschen mit guten Ideen und viel Engagement.“

Penner trat zuletzt als Bürgermeisterkandidatin an ihrem Wohnort in Schliengen an. Mit einem Vorsprung von 152 Stimmen machte Anfang Dezember der noch amtierende Kanderner Bürgermeister Christian Renkert dort das Rennen. Er wird am 1. März Bürgermeister in Schliengen.

Direkt nach der Wahl auf eine mögliche Kandidatur in Kandern angesprochen, winkte Penner in einem ersten Impuls zunächst ab. Ihre Bewerbung sei eine Entscheidung für die Gemeinde in der sie wohnt und lebt gewesen, teilt sie mit. „Die Wähler sollten eine echte Alternative und somit eine Wahl haben.“ Durch ihr gutes Ergebnis (38,9 Prozent und 1072 Stimmen) sieht sie sich als Kandidatin bestätigt.

„Die vielen guten Erfahrungen, die schönen Begegnungen mit wunderbaren Menschen und die große Wertschätzung, die ich erfahren habe, sowie die vielen positiven Rückmeldungen und Anfragen, die ich insbesondere von Bürgern aus Kandern seit der Wahl erhalten habe, haben mich in den letzten Wochen jedoch zu einem anderen Entschluss geführt“, erklärt Penner ihre Kandidatur in Kandern.

Auch habe sie in der kurzen Zeit des Wahlkampfs gefunden, woran sie wirklich Freude habe und was sie gerne in einer Gemeinde oder Stadt, die ihr nah ist, als Beruf ausüben wolle. „Ich bin gerne bei den Menschen, höre zu und stelle Fragen, um mit ihnen auf Augenhöhe gute Lösungen für die Dinge, die ihnen wichtig sind, zu finden. Mit den Bürgerinnen und Bürgern in Kontakt kommen und die Entwicklung einer Stadt positiv beeinflussen, Ideen finden und umsetzen und das in allen Bereichen, ist das, was ich mir beruflich vorstelle und was die Menschen, die mir begegnen, mir auch zutrauen“, sagt die Kandidatin, die es jetzt in Kandern probieren will.

Zur Person:

1972 in Nordrhein-Westfalen geboren, studierte Simone Penner nach einer Ausbildung zur Bauzeichnerin Architektur in Oldenburg. Gemeinsam mit ihrem Mann kam sie 1998 in den Süden.

Seit 2001 arbeitete Penner als Architektin im öffentlichen Dienst und war für die Planung diverser Projekte zuständig. Das öffentliche Verwaltungswesen kennt sie darüber hinaus als früheres Mitglied im Gemeinderat und Bauausschuss der Gemeinde Schliengen, wo sie auf der CDU-Liste antrat.

Die 47-Jährige lebt mit ihrem Mann und drei Kindern seit 20 Jahren in Schliengen, engagiert sich in Vereinen und für die Jugendarbeit.

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