Kandern (ag). „Eigentlich ist das kein schlechtes Marktwetter“, sagte gestern Nicole Supplie aus Freiburg hinter ihrem Crêpes-Stand bei der Fischermühle. Entsprechend zuversichtlich war sie kurz vor der Mittagszeit, dass der Besucherstrom noch weiter anziehen wird. Zwar war es gestern beim Frühjahrsmarkt in Kandern ein wenig trüb, doch bei angenehmen Temperaturen blieb es weitgehend trocken.

Nicole Supplie, die ihren Stand seit 18 Jahren betreibt, kommt immer wieder gerne nach Kandern. Und schon bevor sie selbst fahrende Händlerin wurde, war ihre Familie auf den Märkten im Umkreis – und auch in Kandern – präsent. Drei Jahrzehnte lang verkauften ihre Tante und ihr Onkel auf dem Kanderner Markt ihre Haushaltswaren. Dann übernahmen ihre Eltern das Geschäft. Nicole Supplie ist also eine echte Kennerin des Kanderner Frühjahrsmartks – und das von klein auf.

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Es sind auch Stammbeschicker wie sie, die den besonderen Charme des Marktes ausmachen. Denn nicht selten sind die Händler untereinander und mit ihren Stammkunden bestens bekannt. Man duzt sich, kommt schnell ins Gespräch und tauscht Neuigkeiten aus.

Die Marktbummler schätzten aber auch das breite Angebot an Waren, die mitunter genau unter die Lupe genommen wurden. Es gab Kleidung, Grußkarten, Lederwaren, Spielsachen, aber auch kunstgewerbliche Gegenstände oder Schmuck. Breit war auch das Angebot an Gewürzen, Süßwaren, Tischdecken, Haushaltsartikeln oder Stahlware. Was das Einkaufserlebnis zusätzlich entspannte: Durch die gesperrte Hauptstraße fand der Bummel in einer „Fußgängerzone“ statt.