Kandern Und jetzt auch noch ein Krimi

Der Wahl-Kanderner Uwe Trostmann mit dem vierten Buch, das er seit Eintritt in die Rente geschrieben hat. Foto: zVg

Diesmal ist es ein Krimi geworden. Mit seinem vierten Roman, der innerhalb eines Jahres beim Self-Publishing-Verlag „tredition“ erschienen ist, zeigt Uwe Trostmann aus Kandern wieder eine neue Facette von sich. Der Thriller „Giftiges Blut“ soll vor allem für spannende Unterhaltung sorgen.

Kandern. Dafür lässt Trostmann einen jungen Mann ungewöhnliche Giftmorde an Frauen begehen. Sind es Ritualmorde oder steckt eine uralte Familienfehde dahinter? Chief-Inspector Steve Brennan und seine Assistentin Inspector Roberta Foster stehen vor einem Rätsel, zumal das Morden nach der Festnahme des Täters nach gleichem Muster weitergeht: diesmal an jungen Männern.

Trostmann hat für seinen Kriminalroman, der an der schottischen Küste spielt, einen besonderen Charakter ersonnen, einen Außenseiter, der offenbar auf Basis alter Geschichten mordet, die ihm seine Großmutter als Junge erzählte. Als Leser soll man vor allem mit den Opfern bangen, wie er sagt.

Den Kriminalroman „Die Einkreisung“ von Caleb Carr nennt der Autor als wichtige Inspirationsquelle für seinen Thriller. Weitere Vorbilder für ihn sind die Schweizer Autoren Friedrich Dürrenmatt und Friedrich Glauser sowie Raymond Chandler. Letztlich gehe es darum, die Psyche des Täters zu verstehen, um ihm auf die Schliche zu kommen, erklärt Trostmann, der gerade auf diesen Aspekt viel Wert gelegt hat.

„Einen Krimi zu schreiben, hatte ich schon lange im Hinterkopf“, sagt der Wahl-Kanderner, der als Rentner mit dem Schreiben begann. Zunächst widmete er sich jedoch sozialpolitischen und historischen Themen. Im Erstlingswerk „Fake oder die Wahrheitsmacher“ geht es um „Populismus und die Verrohung der Gesellschaft“, wie Trostmann sagt. In „Fischhaut“ versucht sich der Autor den Mechanismen des Totalitarismus im Nationalsozialismus anzunähern. Und in seinem persönlichsten Buch „Wie die Nummer 5 zum Halten kam“ arbeitet der Autor seine Jugenderinnerungen auf.

Das sei schon etwas ganz anderes als eine Geschichte zu konstruieren, wie er es jetzt in seinem neuen Roman „Giftiges Blut“ getan hat, sagt Trostmann. Er hält es für möglich, dass es ihm bei der fiktiven Handlung geholfen hat, sie in ein Setting zu verlegen, das seine Phantasie anregte. Die Geschichte passt gut nach Schottland, findet der Autor. „Ich hätte das Gefühl gehabt, die Orte genauer beschreiben zu müssen“, überlegt er, wie das Arbeiten am Roman bei deutschen Handlungsorten wohl gewesen wäre.

Am Anfang steht für Trostmann immer eine Idee, von der er sich angesprochen fühlt. Dann müsse er dranbleiben, um in den „Flow“ zu kommen, sagt er. Beim Schreiben überrascht sich der Autor dann mitunter selbst, etwa wenn sich der Plot anders entwickelt als geplant oder sich plötzlich – wie bei seinem Thriller – ein schlüssiges Ende auftut. Der nächste Krimi ist bereits in Arbeit.

Weitere Informationen: www.uwetrostmann.de

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