Kandern Unterm Strich eine schwarze Null

Die Stadt Kandern hat den Haushaltsplan für das Jahr 2020 verabschiedet. Foto: sba

Kandern - Mit zwei Gegenstimmen und einer Enthaltung hat der Gemeinderat Kandern am Montagabend den Haushaltsplan 2020 verabschiedet.

Rechnungsamtsleiter Benedikt Merkel sprach von einer „schwarzen Null“, die man sozusagen zusammen hinbekommen habe. Denn der Ergebnishaushalt soll bei Einnahmen und Ausgaben in Höhe von gut 18 Millionen Euro mit einem Plus in Höhe von 43 200 Euro abschließen. „Dieser Haushaltsplan sollte ohne Probleme genehmigt werden“, so der Kämmerer.

Auf Steuererhöhungen verzichtet

Merkel wies darauf hin, dass die Stadt trotz geringer Leistungskraft des Haushalts und einer Vielzahl von Aufgabenfeldern erneut auf Steuererhöhungen verzichtet habe. Diese seien seit 2004 unverändert und lägen unter dem Landesdurchschnitt.

Mit 35 000 Euro veranschlagt wurde neu das Personal- und Organisationsgutachten zuzüglich eines Raumkonzepts. Im Bereich Tiefbau wurde die Sanierung der Ortsstraße Am Herrenpfad in Holzen für 36 000 Euro mit aufgenommen. Wahrscheinlich noch warten müssen der Rad- und Fußweg in Tannenkirch (30 000 Euro) und die Anlage von Wohnmobilstellplätzen (25 000 Euro). Merkel hält es aber für denkbar, dass die gewünschte E-Bike-Stromtankstelle auch ohne Mittelansatz noch umgesetzt werden kann.

Im Finanzhaushalt wird der Mittelbedarf für Investitionstätigkeiten auf 3,23 Millionen taxiert. Dafür stehen unter anderem liquide Mittel in Höhe von 3,5 Millionen Euro zur Verfügung, so dass sich der Bestand bis zum Jahresende 2020 auf 2,2 Millionen Euro reduziert. Zur Teilfinanzierung des Sozialwohnungsbaus ist eine zinsgünstige Kreditaufnahme über eine Million Euro geplant.

" Schöne Straßen trösten die kranken Bürger nicht“

Vorerst eine Absage musste der Kämmerer der Zuhörerin Margot Hagemann erteilen, die im Haushaltsplan Mittel für eine bessere Arztversorgung vermisst hatte. „Schöne Straßen trösten die kranken Bürger nicht“, brachte die frühere Zahnärztin ihr Anliegen auf den Punkt.

Einen konkreten Ansatz für eine besserer Hausarztversorgung gebe es im Haushaltsplan 2020 nicht, auch weil es noch keine konkrete Detailplanung gebe, vertröstete Merkel Hagemann auf das Folgejahr. Die Hausarztversorgung sei einer von vielen Punkten aus dem Stadtentwicklungskonzept, die nach Möglichkeit umgesetzt werden sollen, ergänzte der Rechnungsamtsleiter in der Sitzung.

Gegen den Haushaltsplan stimmten Günter Lenke und Cyrus Abazari, Andrea Schammler enthielt sich.

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