Kandern VHS-Leiterin ruft Bürger zum Mitmachen auf

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Der Riedlinger Spielplatz wird derzeit überplant und soll zusätzliche Geräte erhalten. Foto: Ines Bode

Kandern-Riedlingen (ib). Die Volkshochschul-Leiterin Christina Fräulin wirbt derzeit in den Ortsverwaltungen für ein Vorhaben im Zuge des erneuerten Leitbildes (wir berichteten). Zwei bis dreimal im Jahr soll es in den Dörfern ortsspezifische Veranstaltungen geben.

Oft gebe es in den Ortsteilen Menschen, die über spezielles Wissen verfügen, aber nicht auf die Idee kommen, dieses Potenzial in einem VHS-Kurs weiterzugeben. Eine Rolle könnten Bräuche und Traditionen spielen. Auch alte Techniken der Landwirtschaft könnten thematisiert werden.

Einbinden könnten sich auch Elterninitiativen. Von den neuen Angeboten würden Kinder wie Senioren gleichermaßen profitieren.

Gern gesehen sei weiter die Kooperation mit Vereinen. Fräulin regte an, wenn sich etwa ein lange erfolgreicher Verein zurückgezogen habe, ließe er sich so reaktivieren.

Die VHS-Leiterin betonte, Ziel seien keine konkurrierenden Veranstaltungen, bei denen man sich gegenseitig die Teilnehmer wegnehme. Vielmehr wolle die VHS ergänzend auftreten. Die Fragen, um die sich alles drehe, lauteten: „Was gibt es bereits, was fehlt, und wer möchte kooperieren?“.

Treffpunkt Sitzungszimmer

Abhängig seien die neuen Veranstaltungen auch von den Räumlichkeiten. In Riedlingen könnte das Sitzungszimmer im Rathaus als Treffpunkt dienen, meinte sie. Ein Vorschlag, den Ortsvorsteher Rolf Moritz nickend bestätigte: „Wir werden uns Gedanken machen.“

Auch die Ortschaftsräte waren angetan. Je nachdem, wie gut die Vorschläge umsetzbar sind, könnten die ersten bereits in das VHS-Programm 22/23 einfließen. „Die VHS soll bunter werden, und jeder, der bereit ist, kann mit ins Boot“, so Fräulin. Gern finde sie sich zum Austausch vor Ort ein.

„Mittelanmeldung für den neuen Haushalt“ war ein weiterer Punkt in der jüngsten Ortschaftsratssitzung. Als erstes nannte Moritz den Gehweg von der Kirche zur Bushaltestelle „Ortsmitte“. Die Umsetzung sei im Gange. Was die Arbeiten letztlich kosten werden, darüber herrsche Unklarheit. Man habe seinerzeit 25 000 Euro geschätzt. Seine aktuelle Schätzung sieht indes eher 35 000 Euro vor.

Hütte wird „verpflanzt“

Voran gehe es auch beim Spielplatz, der aktuell überplant wird. Die recht große Hütte nehme Platz weg. Sie wird abgebaut und an eine andere Stelle „verpflanzt“. Dafür erhalten die vier Spielgeräte Zuwachs. Da es auf der Bachseite tief hinunter gehe, werde für mehr Sicherheit gesorgt. Der marode Zaun der gegenüberliegenden Seite werde erneuert.

Dringlich sei die Treppe zum Schorner von der Ortsmitte her, auch wegen der Pflastersteine. Die Stufen bedürfen der Erneuerung.

Zum Problem „Ablauf des Brunnens am Feuerwehrgerätehaus“ meinte Moritz, womöglich müsse nur kräftig durchgespült werden. Fest stehe bereits, dass der Bauhof die Ursache nicht beheben kann. Kein Durchkommen gebe es nach starkem Regen auf dem Weg zur beliebten Hasenhütte. Auch hier müsse Abhilfe her.

„Raus geflogen“ ist die Sanierung der Brücke in der Hintergasse. Sie sei nicht kaputt, bereite aber bei Hochwasser Probleme.

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