Kandern Viele Pflegeplätze weggefallen

Die Umstellung auf Einzelzimmer bereitet im „Wohnpark an der Kander“ Probleme. Foto: (ag)

Kandern - Der Gemeinderat will das Seniorenpflegeheim „Wohnpark an der Kander“ unterstützen. Der Betreiber Harald Preinl kämpft derzeit dafür, einige seiner Zimmer noch über den Stichtag am 1. September hinaus, nach dem die Landesheimbauverordnung eigentlich nur noch Einzelzimmer vorsieht, als Doppelzimmer nutzen zu dürfen (wir haben berichtet).

In einer früheren Gemeinderatssitzung hatte Gabriele Weber den Vorschlag gemacht, der Bürgermeister möge in dieser Angelegenheit doch eine Vorlage für eine gemeinsame Resolution verfassen. Am Montag wurde diese Erklärung des Gemeinderats nun verlesen. Ziel ist es, die Entscheidungsträger noch einmal umzustimmen.

Die Erklärung im Wortlaut: „In Kandern ist in den letzten Jahren der beängstigende Wegfall von stationären Pflegeplätzen zu beklagen. Zunächst wurde das Pflegeheim in Riedlingen am Schorner geschlossen. Das Haus war gut geführt und wurde von den Bewohnerinnen sehr geschätzt. Dem Vernehmen nach konnte eine Betriebsnachfolge nicht realisiert werden, da die Auflagen an Ausstattung und Betrieb finanziell starke Belastungen bedeutet hätten. Der Kanderner Hof, der auch ein sehr gutes Renommee genoss, konnte als Seniorenheim nicht mehr weitergeführt werden, da aufgrund der vorhandenen Bausubstanz eine Umwandlung der Räume in Einzelzimmer völlig unwirtschaftlich gewesen wäre.

Der Gemeinderat der Stadt Kandern würde es außerordentlich bedauern, wenn nun weitere stationäre Pflegeplätze in Kandern wegfallen würden, denn der Bedarf ist nicht nur für Kandern, sondern für den gesamten Landkreis weiter steigend, und der Wegfall von Plätzen derzeit nicht adäquat zu ersetzen. Durch den Umbau des Luise-Klaiber-Hauses wurden nur wenige zusätzliche Plätze geschaffen.“

Diese Resolution soll die Entscheidungsträger nach Möglichkeit umstimmen, so dass die Doppelzimmer „innerhalb der geltenden Rechtsnormen“ zumindest befristet weitergeführt werden können. Als Alternative wird – wie auch schon von Preinl – vorgeschlagen, einige Doppelzimmer als solche für die Kurzzeitpflege zu nutzen, „weil in diesem Bereich der Bedarf noch höher als bei stationären Plätzen ist, und das Angebot derzeit bei Weitem nicht ausreicht“.

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