Kandern Wohnraum wird geschaffen

Das für das Mehrfamilienhaus anvisierte Grundstück in der „Kandermatt“ am Ortsausgang Richtung Malsburg-Marzell                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                         Foto: Silke Hartenstein Foto: Weiler Zeitung

Die Stadt Kandern braucht Wohnraum für die Anschlussunterbringung von Flüchtlingen und plant daher den Bau eines dreigeschossigen Mehrfamilienhauses in der „Kandermatt“ am Ortsende, rechts von der Kander und links von der Landstraße 135 in Richtung Malsburg-Marzell.

Von Silke Hartenstein

Kandern. Jetzt präsentierte Thomas Kuri vom Schopfheimer Architekturbüro Kuri Architekten dem Verwaltungsausschuss die Bauvoranfrage. Insgesamt beherbergt das geplante Gebäude 15 Wohnungen, davon sechs Wohnungen mit je drei Schlafzimmern und neun für Familien geeignete Wohnungen mit je einem etwas größeren Schlafzimmer für zwei und einem kleineren Schlafzimmer für ein bis zwei Personen. Zu jeder Wohnung gehören Wohnküche, Bad und eine Kombination aus Technik- und Abstellraum.

Das Gebäude in Holzmodulbauweise ist so angelegt, dass es später einmal ohne größeren Aufwand für Sozialwohnungen genutzt werden kann. Die herausnehmbaren Leichtbauwände ermöglichen bei Bedarf Wohnungen mit anderen Grundrissen, etwa für große Familien. Zwei der Wohnungen im Erdgeschoss sind barrierefrei.

Das 9,36 Meter hohe Gebäude erhält ein minimal geneigtes begrüntes Dach. Zur Böschung gen Straße dienen 2,40 Meter tiefe, durch Außentreppen miteinander verbundene Laubengänge als Fluchtwege und Aufenthaltsbereich. Ebenfalls gen Böschung kommen zwei lang gezogene Nebengebäude für die Unterbringung von Fahrrädern und Mülltonnen. Zudem sind zehn Stellplätze geplant. Erschlossen wird das Gebäude über eine neue Straße mit Wendehammer.

Da man an der Kander mit Überflutungen rechnen muss, liegt das Niveau des Gebäudes oberhalb der 100-jährlichen Hochwasserlinie. Hierdurch wird das oberste Geschoss aus der Senke an der Landstraße hinaus ragen.

Im Haushaltsplanentwurf 2020 sind für den Sozialwohnungsbau zwei Millionen Euro eingestellt, davon soll eine Million als zinsgünstiges Darlehen aufgenommen werden.

Der Flüchtlingshelferkreis und die Anlieger wurden bereits über das Projekt informiert. Der Verwaltungsausschuss befürwortete die Bauvoranfrage. Diese soll am 12. Dezember im Technischen Ausschuss abgestimmt werden und wird danach beim Landratsamt Lörrach eingereicht.

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