Kandern Zweiter Ausbruch im Klaiber-Heim

Erneut hat das Luise-Klaiber-Haus in Kandern mit einem Corona-Ausbruch zu kämpfen. Foto: ag

Kandern - Nach den Covid 19-Fällen im Frühjahr hat das Luise-Klaiber-Haus jetzt mit einen weiteren Ausbruch zu kämpfen. „Mehrere Bewohner und ein Teil des Personals sind infiziert“, bestätigt Heimleiter Alexander Kreet auf Nachfrage. Genaue Zahlen kann er noch nicht nennen, einige der Testergebnisse werden erst am Montag erwartet.

„Wir haben jetzt alle Bewohner und Mitarbeiter getestet“, sagt Kreet. In Absprache mit dem Gesundheitsamt wurden die Bewohner zudem in ihren Zimmer isoliert, um weitere Ansteckungen zu vermeiden.

Danach gefragt, wie es dazu kommen konnte, verweist Kreet auf asymptomatische beziehungsweise noch nicht symptomatische Besucher oder Mitarbeiter, obwohl der Zutritt nur mit FFP-Masken gestattet ist. „Einen hundertprozentigen Schutz kann es trotz aller Hygienemaßnahmen nicht geben“, sagt Kreet. Er spricht von einem Spagat, wenn das Leben für die Bewohner auch noch lebenswert sein soll.

Die ersten Befunde mit PCR-Schnelltests gab es bereits am Dienstag. Seit Donnerstag liegen dem Altenheim auch Befunde mit den klassischen PCR-Tests vor. Bereits am Dienstag wurden Maßnahmen eingeleitet, um die Infektionsketten zu unterbrechen.

„Wir haben die Tests erst seit Donnerstag letzter Woche“, erklärt Kreet. Am Dienstag fand in dem Kanderner Pflege- und Altenheim die Einweisung durch Hausärzte statt, wie die Tests richtig angewandt werden. Dass es dabei gleich positive Befunde gab, bezeichnet Kreet als Glück im Unglück, da auf diese Weise schneller reagiert werden konnte.

Zumindest zwei der positiv getesteten Bewohner zeigen derzeit deutliche Krankheitssymptome. Kreet spricht von einem bis dato mittlerem Verlauf, was die Schwere der Krankheit betrifft. Andere positiv Getestete scheinen gesund zu sein. „Der Rest bleibt nun abzuwarten“, so der Heimleiter.

Bereits im April gab es im Luise-Klaiber-Haus einen Ausbruch mit 20 Infizierten und vier Toten. Hilft die Erfahrung aus der ersten Welle? „Wir haben alles umgesetzt, was wir daraus lernen konnten“, sagt Kreet und nennt als Beispiel die Kohortierung, also das Zusammenlegen infektiöser Gruppen.

Hinzu kommt, dass bei der ersten Welle nicht genügend Schutzausrüstung vorhanden war. „Da sind wir jetzt besser aufgestellt. Zur Not können wir mit unserer Schutzausrüstung acht Wochen überbrücken.“ Nun gehe es darum, die Infektionsketten so gut wie möglich zu unterbrechen. „Die Bewohner tragen die Maßnahmen mit“, berichtet Kreet.

Dieser Tage wurde bekannt, dass schon ab Sonntag, 27. Dezember, in den Altenheimen die ersten Impfungen durchgeführt werden sollen. „Wir stehen diesbezüglich in Kontakt mit dem Gesundheitsamt“, sagt Kreet. In den Heimen geht es nun darum, die Impfbereitschaft unter den Bewohnern und Mitarbeitern abzufragen.

Dass Einrichtungen, die gerade einen Ausbruch haben, bevorzugt werden, glaubt der Heimleiter nicht und rechnet deshalb auch nicht vor Januar mit einem der mobilen Einsatzteams in dem Kanderner Pflegeheim.

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