Kleines Wiesental Baubeginn schon im Jahr 2021 denkbar

Abstand halten war erforderlich bei der Informationsveranstaltung zum Dorfgemeinschaftshaus Wieslet.Foto: Dirk Friberg Foto: Markgräfler Tagblatt

Kleines Wiesental (fri). Über 20 interessierte Besucher kamen am Donnerstagabend zu einer Informationsveranstaltung über das geplante Dorfgemeinschaftshaus in Wieslet.

Die Vorgeschichte

Zunächst gab Ortsvorsteher Heinz Eichin eine Zusammenfassung über die Historie der bestehenden Halle. Bereits 2004 wurde in einem Schreiben an das Landratsamt festgehalten, dass sich die 1956 erbaute Halle in einem sehr schlechten baulichen Zustand befindet und auch nicht mehr dem Standard entspricht. Es dauerte noch etliche Jahre, ehe im Oktober 2017 ein Konzept vorgestellt wurde, das den Erhalt des Kindergartens und den Neubau eines Dorfgemeinschaftshauses gegenüber der Schule vorsieht.

Die Planung

Helmut Hagmüller stellte die aktuelle Planung vor: Man habe sich für ein Haus mit Satteldach entschieden, da sich dieses harmonisch in die alte Ortslage einfügen würde. Der Ortskern habe noch eine schöne, gewachsene Struktur und sei nicht wie an anderen Orten „kaputtsaniert“.

Man habe sich für eine zweigeschossige Bauweise entschieden, da bei dieser alle bislang erfassten Wünsche berücksichtigt werden können: zum Beispiel ein Büro für den Ortsvorsteher und einen Versammlungsraum. Weiter soll das großzügige Foyer auch für Empfänge genutzt werden können.

In der oberen Etage ist ein kleiner Saal (70 Quadratmeter) vorgesehen, der auch für private Feiern oder kleinere Versammlungen genutzt werden könnte. Dort befinden sich auch ein 20 Quadratmeter großer Lagerraum, eine kleine Teeküche und Sanitäreinrichtungen.

Der große Saal ist mit 255 Quadratmetern ausreichend groß bemessen, um dort Tischtennisturniere und Vereinstraining zu ermöglichen. Und der Lagerraum ist mit 90 Quadratmetern groß genug für die Nutzung durch Schule und Vereine. Außerdem ist dort die sechs mal zwölf Meter große mobile Bühne untergebracht, wenn diese nicht benötigt wird.

Das gesamte Untergeschoss wird barrierefrei; auch die Sanitäranlagen.

Die neue Dorfmitte

Der Vorplatz des Dorfgemeinschaftshauses soll als „Neue Dorfmitte“ dienen. Dort könnten auch Veranstaltungen stattfinden. Autos könnten auf sechs Kurzzeitparkplätzen vor dem Kindergarten abgestellt werden

Weiteres Vorgehen

Da die Entwurfsplanung so gut wie abgeschlossen ist, wäre der nächste Schritt, ein Baugesuch einzureichen. Der mögliche Baubeginn wäre dann voraussichtlich bereits im nächsten Jahr. Nach zwei Jahren sollte der Bau fertiggestellt sein.

Die Baumaßnahme selbst würde in mehreren Etappen erfolgen. Zunächst würde die neue Halle fertiggestellt. In dieser Zeit könnte die alte Halle wie bisher uneingeschränkt weiter genutzt werden. Nach Fertigstellung der neuen Halle würde die alte abgerissen. Der Kindergarten bleibt erhalten. Später würde eventuell das Milchhüsli, das sich in Gemeindebesitz befindet, abgerissen, um mehr Freifläche für die „Neue Dorfmitte“ zu bekommen.

Die Finanzierung

Die voraussichtlichen Baukosten belaufen sich auf rund 2,9 Millionen Euro. An Zuschüssen und Fördermitteln wird mit rund 2,46 Millionen Euro gerechnet. Die Differenz ließe sich, so Hagmüller, durch Einsparungen und Eigenleistungen der Vereine und Bürger decken. Gegebenenfalls sollte man auch die Möglichkeit eines Sponsorings prüfen. Bürgermeister Gerd Schönbett sagte, dass es infolge der Corona-Pandemie und der Situation im Wald Einnahmeausfälle gegeben habe. Die Rücklagen von 1,1 Millionen Euro Ende 2019 würden auf voraussichtlich 700 000 Euro Ende 2020 sinken. Welche Aussichten 2021 bestünden, sei zur Zeit noch völlig unklar.

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