Kleines Wiesental-Elbenschwand (hf). Das Interesse, das die Zenklause von Volker Gyoriki Herskamp am „Tag der offenen Tür“ fand, war außerordentlich stark. „Der meditative Weg, weg vom rationalen hin zum intuitiven Denken, spricht gerade in unserer hektischen Zeit ein tiefes, inneres Bedürfnis der Menschen an“, erklärte der Zenmönch und Meditationslehrer Hers­kamp angesichts der vielen Besucher, die den Weg zur traumhaft gelegenen Zen­klause gefunden hatten.

Zen ist ein Weg und eine Praxis zu innerer Zufriedenheit und Befreiung von den Blockaden, die durch ein rein rationales Denken, durch Alltagsstress und Überforderung entstehen können. Für diesen Weg, wieder zu sich selbst zurückzukehren und die Kraft und die Freude zu finden, wieder ganz das eigene Leben zu leben, kann man sich einen schöneren Ort als die Zenklause in Elbenschwand kaum vorstellen.

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Aus dem Meditationsraum in dem sorgfältig renovierten alten Haus mit einem vorgelegenen kleinen Garten schweift der Blick über die Landschaft des oberen Kleinen Wiesentals auf den Belchen. Alltag, Stress und die permanenten Herausforderungen eines Wettbewerbs sind hier weit entfernt. Solche Voraussetzungen sieht Volker Hers­kamp als besonders förderlich für eine Rückbesinnung auf das eigene wahre Selbst, die eigene Urnatur, die für moderne Menschen weitgehend verloren gegangen ist.

In seiner Zenklause will Volker Herskamp die Menschen anleiten, diesen Weg zu einem meditativen Leben wieder zu finden und ihn in ihren Alltag zu integrieren. Für den Einstieg bieten sich die Sitz-Meditationen (Zazen) an, die zweimal wöchentlich stattfinden.

„Für Menschen, die in unsere westliche Leistungsgesellschaft mit ihrer starken Ich-Bezogenheit eingebunden sind, kann es erst einmal beschwerlich sein, sich auf die meditative Praxis einzulassen“, erläutert der Zenmönch. „Die Meditation in einer Gemeinschaft kann dabei sehr hilfreich sein.“ Darüber hinaus bietet die Zenklause Retreats (Sesshin) an, Rückzugszeiten von einem bis sieben Tagen, während derer die Zazen-Meditation in einem geregelten Tagesablauf weitergeführt und ins tägliche Leben überführt wird. Gruppenangebote und themenorientierte Seminare runden das Angebot ab.

„Die Zen-Meditation ermöglicht es den Menschen, sich aus der Verhaftung eines als belastend erlebten Alltags zu lösen und über eine umfassende Achtsamkeit wahrzunehmen, was im Bewusstsein an Wahrnehmungen erscheint und an Vorstellungen auftaucht“, erklärt Volker Hers­kamp. „Achtsamkeit in diesem Sinne bedeutet, ganz in der Gegenwart und sich seiner Gefühle, seiner Gedanken und seiner Handlungen jederzeit voll bewusst zu sein.“

„Man kann den meditativen Weg als einen spirituellen Weg bezeichnen“, ergänzt der Zenmönch, „auf keinen Fall ist er ein religiöser Weg“. Religion ist kein Thema, wird weder gelehrt noch kritisiert. „Dieser Weg ist für alle offen, ganz gleich welcher Konfession oder Überzeugung jemand anhängt“, so Hers­kamp. Für einen gläubigen Menschen gehe nichts verloren, die Meditation könne sogar bereichernd wirken, fügt er hinzu.

Volker Gyoriki Herskamp (geboren 1965) meditiert seit seinem 14. Lebensjahr und wurde 1997 Zenmönch. 1998 gründete er das Zen-Dojo Basel, das er seitdem leitet. Der Leistungssportler, Triathlon-Athlet und Ironman leitet zudem eine kleine Realschule in Basel. Umfassende Informationen über die Zenklause Elbenschwand finden sich im Internet unter www.zenklause.de.