Kleines Wiesental Ein Dorf mit großem Gemeinschaftssinn

Gilt als kommunalpolitisches Urgestein: Ortsvorsteher Rolf Vollmer. Foto: Dieter Vollmer Foto: Markgräfler Tagblatt

Kleines Wiesental-Wies (divo). Als politisches Urgestein im Kleinen Wiesental kann man sicherlich den Ortsvorsteher aus Wies, Rolf Vollmer, sehen. Er war bereits von 1994 bis 2009 Gemeinderat der damalig selbstständigen Gemeinde Wies und ist seit 2009 Ortsvorsteher in Wies.

Rolf Vollmer war 2009 ein Verfechter der Ortschaftsverfassung. Die damaligen selbstständigen Gemeinden Wies, Sallneck und Neuenweg pochten auf die Ortschaftsverfassungen. Wenn diese damals abgelehnt worden wäre, gäbe es heute keine Einheitsgemeinde. Damals wurden die Verfechter der Ortschaftsverfassungen heftig angefeindet.

Heute, so Vollmer, sei das Thema durch. Selbst heutige Ortsvorsteher, die dem Thema Ortschaftverfassungen kritisch gegenüber standen, sehen heute in der Ortschaftsverfassung einen wichtigen Beitrag für den Zusammenhalt der Einheitsgemeinde. Auch die Kosten, mit denen damals argumentiert wurden, seien heute kein Thema mehr.

Das Thema in Wies ist zweifelsohne der Anschluss an das Nahwärmenetz. Mit der Fertigstellung rechnet der Wieser Ortvorsteher im kommenden Jahr. Er zeigte sich sehr erfreut darüber, dass im Kernort Wies rund 95 Prozent der Haushalte angeschlossen seien. Vollmer wies diesbezüglich auf die thermische Solaranlage auf dem Dorfgemeinschaftshaus hin, die mit 81 Quadratmetern vermutlich die größte Anlage im Landkreis Lörrach sei.

Zum Schlachthaus Wies bemerkte Vollmer, dass diese Einrichtung, die im übrigen von der Weidegemeinschaft betrieben wird, ohne Defizit auskomme. Für nötige Investitionen sei der Gewinn beim jährlichen Weide-Viehmarkt im Oktober vorgesehen.

Beim Thema Wasser und Abwasserentsorgung habe man zwischenzeitlich alle Teilorte angeschlossen. Eine Ausnahme ist der Ortsteil Kühlenbronn, der aber eine dezentrale Lösung hat.

Zum Thema Windkraft bemerkte Vollmer, dass er hier durchaus eine differenzierte Meinung vertrete. Er sagte aber auch, dass eine Energiewende ganz ohne Windkraft nicht möglich sei. Er meinte auch, dass das Tierwohl nicht über das Wohl der Menschen gestellt werden dürfe. Wies sei indes der einzige Teilort, bei dem alle fünf Ortschaftsräte wieder antraten und auch wieder gewählt wurden.

Von Dieter Vollmer

Wer erinnert sich noch an das Jahr 2009? Im Rahmen

der Diskussion um die Einheitsgemeinde Kleines

Wiesental wurden die Befürworter einer Ortschaftsverfassung heftig angefeindet. Es wurde ihnen vor-

geworfen, dass man die Entstehung der Einheitsgemeinde gefährden würde. Es ging damals unter anderem um die Finanzierung dieser Einrichtung.

Heute wird das Thema weit weniger leidenschaftlich gesehen. Die Ortsvorsteher und die Ortschaftsräte sind

fester Bestandteil der Einheitsgemeinde, und darüber hinaus tragen sie zum Zusammenwachsen der Gesamtgemeinde bei.

Heinz Eichin, damals im

Jahre 2009 durchaus kritisch eingestellt, sieht heute

die Ortschaftsverfassung als wichtigen Bestandteil

der Einheitsgemeinde. Er geht sogar so weit, dass er

der Meinung ist, dass bei einem Wegfall der

Ortschaftsräte bei der Verwaltung in Tegernau

zwei Stellen gebraucht würden.

Bleibt abschließend

denen zu danken, die damals trotz heftigen

Gegenwinds an dieser Einrichtung festgehalten haben.

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