Kleines Wiesental Erdrutsch und Häuser voller Wasser

Markgräfler Tagblatt, 14.11.2017 00:00 Uhr

Von Petra Martin

Ein Erdrutsch, Gebäude unter Wasser, vollgelaufene Keller, Bäume, die umzustürzen drohten: Die Feuerwehrabteilungen im Kleinen Wiesental hatten wahrhaftig keinen langweiligen Sonntag. Von morgens bis spätabends waren sie im Einsatz. Auch in Hausen hatten die Feuerwehrleute alle Hände voll zu tun; lediglich in Hasel blieb es ruhig.

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Kleines Wiesental/Hausen/Hasel. Besonders im Kleinen Wiesental mussten am Sonntagabend nach dem Unwetter, Dauerregen und Sturm mehrere Feuerwehren gegen die Wassermassen der Kleinen Wiese kämpfen, so etwa in Bürchau. „Am Ortseingang aus Richtung Neuenweg konnte das Wasser nicht mehr ungehindert unter einer Brücke hindurch fließen und staute sich auf der angrenzenden Wiese so hoch, dass Bereiche des dort stehenden Hauses überflutet wurden“, teilte Harald Senn mit. In weiteren Häusern am Verlauf der Kleinen Wiese seien Gebäudeteile voll Wasser gelaufen. „Die Brücken konnten die Wassermassen gerade noch so bewältigen.“

Nach Auskunft von Feuerwehrgesamtkommandant Helmut Höcklin ereignete sich zudem ein Erdrutsch über die komplette Straße bei Bürchau Richtung Neuenweg. Die Straße sei gesperrt gewesen.

Insgesamt mussten die Freiwilligen Feuerwehren im Kleinen Wiesental am Sonntag neun Einsätze bewältigen, sagte Gesamtfeuerwehrkommandant Helmut Höcklin gestern auf Anfrage unserer Zeitung. „Dies waren alles technische Hilfeleistungen.“ Bis auf die Abteilungen von Wies, Raich und Sallneck seien alle Abteilungen im Einsatz gewesen. Neben den Einsätzen wegen des Hochwassers in Bürchau, wo mittels Pumpen Keller vom Wasser befreit wurden, galt es auch in Tegernau vollgelaufene Keller auszupumpen.

Darüber hinaus gab es einen Einsatz in Niedertegernau, wo auf der L 139 eine größere Tanne auf die Tegernauer Landstraße gestürzt war. Außerdem drohten auf der L 140 Richtung Gresgen Bäume umzustürzen, so dass Säge- beziehungsweise Abstützmaßnahmen getroffen werden mussten. In Neuenweg lief Wasser in ein Gebäude, in Wieslet war ein Keller mit Wasser vollgelaufen.

Das Unwetter hielt auch die Feuerwehr von Hausen auf Trab. Sie war an der Wiese im Einsatz, um Dämme und Ufer bis in die Nacht hinein zu kontrollieren - der Fluss führte gewaltige Wassermassen mit sich. Im Dorf selber kontrollierte die Feuerwehr die Pegelstände der Dorfbäche. Darüber hinaus hatte die Feuerwehr aufgrund der Gefahr von Erdrutschen Kontrollposten im Wald Richtung Gresgen im Einsatz. Einige Feuerwehrmitglieder arbeiteten in der Führungsgruppe Oberes Wiesental in Schönau mit.

In Hasel hingegen sei es ruhig geblieben, hieß es.

 
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